Mich nerven diese ewig schlechten und verlogenen „Vietnamkriegsfilme“, mit denen die deutschen Fernsehsender subliminal der US-Kriegsmaschine helfen wollen, im Nachhinein einen schmutzigen und zudem verlorenen Krieg auf der Leinwand noch nachträglich zu „gewinnen“, ob es jetzt „Rambo“ oder „Platoon“ oder sonst ein Dreck ist.
Die wahren Helden des Vietnamkrieges waren letztlich die von der imperialen Meinungsmaschine immer gesichtslos dargestellten „Vietcong“. Die militärische Leistung der FNL (nationale Befreiungsfront) läßt sich in der Tat nicht hoch genug einschätzen.
„Der Vietcong“ widerstand der mit Abstand mächtigsten und auch brutalsten Militärmaschine der Welt und zwang sie zum Abzug aus dem Land, das sich in einer antikolonialen Revolution befand. Alle Leinwandrealität kann daran nichts ändern.
Das Internet-Zeitalter eröffnet auch Möglichkeiten, Gesicht und Stimme der wirklichen Sieger zu sehen und zu hören, wie zum Beispiel das vietnamesische Lied, das ich irgendwo im Internet fand.
Die zivilen Opfer in diesem Krieg waren grauenhaft, hauptsächlich der brutalen US-Strategie geschuldet, die ihre „Kill-Raten“ erfüllen wollte und mit der sattsam bekannten Mischung aus Massaker und Propaganda von wegen „Freiheit und Demokratie bringen“ agierte. Um so höher ist die Tapferkeit der Bo-Doi, der vietnamesischen Soldaten zu veranschlagen, die mit Zähigkeit, Geschicklichkeit und Beharrlichkeit den Feuersturm der imperialen Vernichtungsmaschine widerstanden.
Ihnen will ich ein Denkmal setzen. Den namentlich unbekannten wahren Helden des Vietnamkrieges.
Und ich erinnere an die Worte des General Minh („Big Minh“), den die US-Armee zum letzten Präsidenten der Republik Südvietnam einsetzen und bei seiner Abdankung (gegenüber den „Vietcong“) sagte:
„Den Sieg haben diejenigen errungen, die es verdienten!“
Wahr gesprochen.
Ja, es gibt in der Geschichte des Befreiungskrieges der Menschheinicht nur tragische Niederlagen, sondern auch Siege, auf die alle stolz sein können, die zu ihm beigetragen haben.
Ein junger Mann aus Vietnam, von dem viele der Bilder in diesem Video stammen, bedankte sich bei mir im Namen Vietnams für die Demonstrationen, an denen ich in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts teilnahm und teilte mit, dass das Vietnam sehr geholfen habe.
Ich war gerührt, obwohl ich meinen persönlichen Beitrag als verschwindend geringfügig ansehe.
Und doch: die Botschaft des jungen Vietnamesen gab mir das Gefühl, dass das alles nicht sinnlos und umsonst war.
Und: in Vietnam siegte eben „der Vietcong“, und keine „Leinwandrealität“ kann das mehr rückgängig machen.
Gerade wurde Geert Wilders die Einreise nach Großbritannien verweigert, weswegen Wilders und „Fitna“ mal wieder ein Thema sind.
Hier eine lange, vollständige, in niederländisch gehaltene Version des faschistischen Hetzfilmes auf youtube.com zur Illustration und Dokumentation:
Nemetico schrieb damals (März/April 2008 ) drei Artikel zu dem Thema.
Die drei im folgenden referenzierten Artikel erschienen April 2008 in Nemeticos Politblog und sollen wegen ihrer inhaltlichen Brisanz hier nochmals veröffentlicht werden.
Der Blog wurde Nov./Dez. 2008 vom Betreiber myhost.de ohne jede Angabe von Gründen dem Verfasser während es Editierens gelöscht. Presserechtliche Gründe konnten nicht gegeben sein, da der Blog ein einwandfreies Impressum hatte, es ist zu vermuten, dass der Inhalt der ca. 200 Artikel einigen „hohen Herrschaften“ mächtig gegen den Strich ging.
Durch die Aufmerksamkeit des kritischen Blogs www.mein-parteibuch.com wurden fast alle Artikel von nemetico.myblog.de gecacht und gerettet und sind inzwischen für die Ewigkeit gesichert.
Die drei Artikel in folgender chronologischer Reihenfolge:
Mein Kampf als Video
Anlass für den ersten Artikel war der seltsame Medienhype um das Machwerk „Fitna“. Der Film selbst ist laienhaft geschnitten und nicht nur inhaltlich von dürftiger Qualität. Aber erstaunlich der offensichtlich verabredete Medienhype um das dürftige Filmchen, welcher angeblich nur unter Lebensgefahr verbreitet und betrachtet werden konnte (so weckt man Neugier), insgesamt einegut koordinierte Public-Relation der Mainstremmedien.
Anlass für den zweiten Artikel war der Umstand, dass sich der unsägliche Henryk M. Broder im transatlantisch-militärindustriellkomplexen Zentralorgan DER SPIEGEL mit der amüsanten These zu Wort gemeldet hatte, dass Wilders kein „Populist“, sondern ein „radikaler Liberaler“ wäre. Doch Broders Elaborat erweist sich unvorhergesehen als eine Ansammlung von peinlichen Hinweisen.
Seltsamerweise erwähnt Broder mit keinem Wort die Ereignisse 911 und 77 (London und Madrid), die einerseits in Fitna den größten Raum einnehmen, andererseits aber von immer mehr Menschen als False-Flag-Aktionen betrachtet werden. Seltsam: warum spricht Border 911 und 77 nicht an, wenn er „aus dem Film zitiert“?
Aber auch worüber er dann redet, wird es peinlich.
Der von ihm benannte „Flächenbrand der Empörung“ „der Moslems“ „von Jakarta bis Rabat“ erweist sich als Medienhype um Aktivitäten US-gesteuerter faschistischer Organisationen.
Die Ermordung des Rechtspopulisten Theo van Gogh durch einen offensichtlich vom niederländischen Geheimdienst „infiltrierten“ „Al-Qaida“-Fake („Hauptstadt-Gruppe“) bringt ein Ereignis wieder ins Bewusstsein, das wohl besser unter den Tisch gekehrt werden sollte, wenn es nach gewissen „hohen Herrschaften“ geht.
In deren Interesse dürfte es auch kaum sein, die barbarischen „Enthauptungen vor laufender Kamera“ bei lebedigem Leib wieder zur Sprache zu bringen, denn die – vorsichtig ausgedrückt – „Verwicklungen“ von geheimdienstlichen oder – im Falle von Nick Berg – sogar militärischen Apparaten schreit geradezu zum Himmel.
Habt ihr das alles vielleicht selbst gemacht? Nachtrag.
Anlass des dritten Artikels in Nemeticos Politblog war eine Meldung von SPEIGEL ONLINE, wonach“mehr als 25000 Menschen in Pakistan gegen „den islamkritischen Film des Populisten Geert Wilders“ demonstrierten („die Organisatoren sprachen von mehr als 100.000″ O-Ton Speigel). Es lohnte sich in diesem Fall, den Ursprung dieser Meldung zurückzuverfolgen. Angeblich von AP führt die Spur zu sattsam bekannten antiislamischen „Public Affairs“ – Instituten, wobei der angebliche Veranstalter dieser Massendemonstrationen, die faschistoide Jmaat-e-islam (eine Partei des pakistanischen Militärapparates) von dieser „Massendemonstration“ selbst kein Wort berichtete, so dass vermutet werden muss, dass sie niemals stattgefunden hat. So kommen „Nachrichten“ also zustande.
Massenprotest in Pakistan: Mehr als 25.000 Menschen demonstrierten gegen den islam-kritischen Film des Populisten Geert Wilders. Sie forderten die Ausweisung des niederländischen Botschafters.
In den vergangenen Wochen sind immer wieder Hunderte Menschen in Pakistan gegen den 15 Minuten langen Film auf die Straße gegangen.
Da sieht man es wieder. Dieser Islam ist wirklich eine Religion, der den Menschen den Verstand raubt und deswegen gemeingefährlich ist. Deswegen muß auch bedingungslos und ohne zu zögern ja gesagt werden zu weiteren Befreiungskriegen in dieser Weltregion, in Pakistan, in Iran, um den Menschen dort die Demokratie zu bringen und diese terroristische Religion auszumerzen.
[ironie aus]
Also die Linie ist wohl klar. Ein Witz natürlich, den faschistischen Hetzfilm „Fitna“ als „islam-kritisch“ zu bezeichnen, behandelt er zudem doch im wesentlichen False Flag Attentate der imperialistischen Geheimdienste. Ich schrieb ja schon darüber.
Aber interessant doch die Frage, welche politische Kraft hinter diesen „Massenprotesten“ in Pakistan stehen.
Habt ihr das vielleicht auch wieder selbst gemacht?
Wollen sehen. Der SPIEGEL schreibt natürlich kein Sterbenswort über die Veranstalter dieser Demonstrationen in Pakistan. Vor 20 Jahren, als seine Redaktionsstuben noch nicht von gekauften Mediensöldnern Journalisten mit sehr gering entwickelten Ethos besetzt waren, hätte er das sicher gemacht. Die Meldung, die der SPIEGEL wiedergibt, ist von AP.
Außer dieser Meldung von AP fand ich keine Agenturmeldung über dieses Ereignis.
(Geert Wilders muß im 7.Himmel schweben. So viel Popularität für so einen Schwachkopf, der noch nicht einmal handwerklich was drauf hat.)
Also seltsamerweise gibt es nur diese von SPIEGEL, BAZ und einigen anderen kolportierte AP – Meldung. Bei AP selbst kann man da nicht nachlesen, denn schließlich kostet eine solche Meldung eine Menge Geld.
Man muß dann schon auf antiislamistische Webseiten gehen, um dieser AP – Meldung nachzuschnüffeln.
Erstaunlicherweise besitzt Jihadwatch eine vollständigere Version dieser AP – Meldung als etwa der SPIEGEL. Woran mag das liegen? Agenturmeldungen von den Agenturen direkt selbst zu beziehen kostet bekanntlich ein Schweinegeld.
Hat Jihadwatch so viel Kohle? Oder bekam es die Agenturmeldung geschenkt? Fiel sie gar vom Lastwagen?
Lesen wir, was wir in dieser Jihadwatch – Version der AP – Meldung finden:
‘They call this freedom of expression, but it“s freedom of aggression,’ keynote speaker Munawwar Hasan, a leader of the main Islamic party Jamat-e-Islami, told the crowd as it chanted ‘God is great.’ [...]
[übersetzt]
„Sie nennen das Meinungsfreiheit, aber es ist Aggressionsfreiheit“, betonte der Sprecher Munawwar Hasan, ein Führer der wichtigen islamischen Partei Jamat-e-Islami.
Jamat-e-Islami. Aha.
Von Jihadwatch finden wir einen Link zum US-amerikanischen Verblödungsmedium Foxnews, welche eine noch ausführlichere Version dieser AP – Meldung haben.
Auch dort wird von Jamat-e-Islami als Veranstalter dieser Demonstrationen genannt, in denen Stirnbänder tragende Aktivisten riefen: „Wir sind bereit, unser Leben für die Heiligkeit des Propheten zu opfern“.
Paßt doch.
Schön.
Wer also ist Jamat-e-Islami bzw Jamaat-i-Islami (JI)?
Da kommen wir doch weiter.
Die Jamaat-e-Islami (Urdu: جماعتِ اسلامی, „Islamische Gemeinschaft“, JI) ist eine islamisch-politische Bewegung, die am 26. August 1941 in Lahore von SayyidAbû l-A’lâ al-Maudûdî als pakistanischer Partei gegründet wurde.
Es gibt einen deutschen und einen noch ausführlicheren englischen Wikipediaartikel zu dieser Organisation.
Die Jamaat-e-Islami ist eine elitäre Partei der Mittel- und Oberschicht mit zahlreichen Anhängern in Armee, Polizei und Geheimdienst.
Das englische Wikipedia schreibt, dass JI nach der Eroberung von Kabul durch die Taliban (1995) die afghanische Nordallianz unterstützte, deren Drogenbarone heute die Marionettenregierung Afghanistans stellen, und bei alledem mit dem ISI und damit der CIA alliiert war.
In Kaschmir unterstützt die JI – auch hier in Allianz mit dem ISI – die Hizbul Mujahideen, eine terroristische Organisation, die dort vor allem die Jammu and Kashmir Liberation Front bekämpft, welche einen von Indien und Pakistan unabhängigen Staat Kashmir fordert.
Klar natürlich, dass auch Verbindungen von JI zu „al-qaida“ bestehen sollen, behaupten gewisse CIA – Quellen. Wer war noch mal „al-qaida“? War das nicht ein Label für diverse false – flag Geheimdienstoperationen?
Eine Partei also, die nach „Counter – Insurgency“ nur so stinkt. (The Time of India: [Why the Hizb talked and why it´ll talk again] siehe en.wikipedia.org)
Merkwürdigerweise taucht der grandiose Demoerfolg der JI auf deren Webseite überhaupt nicht auf.
Hinweis: „Fitna“ ist von den Urhebern dieses Machwerkes von den angegebenen Links durchweg aus dem Internet entfernt worden. Aufmerksame Beobachter wie „fuckwilders11″ haben ihn aber verewigt (abgesehen von diversen „wilden“ islamfeindlichen Faschisten). Es gibt Versionen zwischen 6 und 16 Minuten, aber durchweg der gleiche Dreck.
Weil Broder einfach genial ist. Ich weiß natürlich schon, was er schreibt und ich ahne natürlich, von wem er vermutlich letztendlich bezahlt wird.
Aber im Sinne seiner Auftraggeber ist er längst eher eine lahme Ente als ein Shooting Star, nein, besser ausgedrückt: er ist unfreiwillig eine Art suversives Trüffelschwein, das die Pilze selbst dort aufspürt, wo niemand sie mehr vermutet, oder auch eine Art Plappermaul des Imperiums, der längst mehr ausplaudert als einlullt, so wie es eigentlich gewünscht ist.
Ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwierig ist, nach strikten transatlantischen Vorgaben einen Leitartikel zu schreiben.
Was von Ihrem Artikel, Broder, haben Sie selbst gemacht?
Insofern werden sie auch meinen inneren Jubel verstehen, als ich auf den Seiten des neoliberalen Boulevardblattes SPIEGEL entdeckte, dass Broder endlich endlich wieder einen Artikel geschrieben hat. Wenn man einen Broder – Text liest: die Dinger sind tatsächlich eine flächendeckende riesige offene Wunde. Ein wahrer Flickenteppich propagandistischer Patzer.
Ich war mir sicher, dass er mich nicht enttäuschen würde. Und er hat mich nicht enttäuscht.
Aber was ich dazu zu schreiben habe wird wohl dem Broder und erst recht den „höheren Chargen“ hinter dieser skurrilen Figur deutschen Journalismus möglicherweise alles andere als in den Kram passen.
Also nehmen wir Broders Lobeshymne auf den Faschisten Wilders einfach unter die Lupe.
Geert Wilders mag vieles sein – selbstbewusst bis an die Grenze der Eitelkeit, borniert bis an den Rand der Selbstaufgabe. Ein ‘Rechtspopulist’ ist er nicht.
Erstens ist er ein radikaler Liberaler, zweitens ist das, was er gerade macht, extrem unpopulär.
Nun ja, Broder, ein bisschen lau. Geert Wilders ein „radikaler Liberaler“? Lach. Netter Versuch. Lachen ja die Hühner.
Am 8. August 2007 forderte Wilders in einem Leserbrief an de Volkskrant[3] ein Verbot des Korans in den Niederlanden. Er bezog sich dabei auf eine Rede der italienischen Islamkritikerin Oriana Fallaci, die die Existenz eines „gemäßigten Islam“ bestritt und die These vertrat, islamistische Gewalt sei nicht Folge eines Missbrauchs dieser Religion, sondern leite sich unmittelbar aus dem Koran ab, der deshalb mit Adolf Hitlers Grundlagenwerk Mein Kampf zu vergleichen sei. Wilders schloss daraus, dass der Koran zu verbieten sei, da er „Muslime in verschiedenen Suren dazu aufruft, Juden, Christen, Andersgläubige und Nichtgläubige zu unterdrücken, zu verfolgen oder zu ermorden, Frauen zu schlagen und zu vergewaltigen und mit Gewalt einen weltweiten islamischen Staat zu errichten“.[3]
Nun, das vorausgesetzt müsste Wilders logischerweise auch die Bibel und den Talmud verbieten lassen, da beide zu großen teilen identischen Werke in zahlreichen Versen dazu aufrufen, Polytheisten, Andersgläubige, Fremdrassige und Nichtgläubige zu unterdrücken, zu verfolgen und zu ermorden, Frauen zu schlagen und zu vergewaltigen und mit Gewalt einen weltweiten jüdischen bzw. christlichen Staat zu errichten. Brauchen wir dazu Bibelstellen, Broder? Oder Wilders? Oder decken wir lieber gleich den Mantel der christlichen Nächstenliebe über dieses Kapitel? Können wir das Thema damit abhaken?
Infolgedessen müssten die Niederlande das „faschistische Buch“ Koran verbieten und für Muslime einen Einwanderungsstopp verhängen. Außerdem erneuerte er die nach seiner Wahl ins Parlament bereits von ihm aufgestellte Forderung, den Bau weiterer Moscheen im Lande zu verbieten.[3]
Broder, ich bin ja nun wirklich kein „Liberaler“, aber die geforderte Aufhebung der Religionsfreiheit kann beim besten Willen nicht mehr als „liberal“ bezeichnet werden.
Wo die Freiheit des Einzelnen berührt wird, habe jede, auch die staatliche Gewalt zu enden – der Staat habe nur dann einzugreifen, wenn die Freiheit der Individuen verletzt wird. Seine Rolle habe sich vorrangig auf den Erhalt von Recht und Freiheit zu beschränken.
So jedenfalls die „liberale Selbstwahrnehmung“ (irgendwo in wikipedia). Mithin wäre das Verbot von Koran, Bibel und Thora eindeutig antiliberal.
Ok, haken wir das Thema also insgesamt ab. Wilders ist kein „Rechtspopulist“, sondern ein ganz gewöhnlicher Faschist. Punkt.
Doch halten wir uns nicht mit solchen Kleinigkeiten auf. Gewiß stürzen sich die meisten Broder – Rezensenten auf derartige Klöpsen, mit denen Broder seine Leser schocken will. Dabei übersieht man allerdings gern, daß und was Broder eigentlich gern vertuschen möchte,.
Weiter also Broder.
Das Label ‘Rechtspopulist’ hat heute die gleiche diffamierende Qualität wie ‘Kommunist’ in den fünfziger und sechziger Jahren, ‘Faschist’ in den Siebzigern und Achtzigern oder ‘Klimaleugner’ heute.
Oder Holocaust – Leugner, Antisemit, usw., was? So nennt er ja unterschiedlos alle Menschen, die etwa die massakermäßige Gewaltpolitk des israelischen Staates kritisieren. Gelle, Broder?
Vielleicht hat „Broder – Leser“ oder „Broder – Jünger“ schon morgen auch diese „diffamierende Qualität“, etwa als Synonym für ***aus rechtlichen Gründen zensiert***.
Spaß beiseite. Es wird jetzt ernst mit Broder.
Falls fanatische Moslems wegen Wilders“ Film ‘Fitna’ ausrasten, liegt es also nicht daran, dass sie ein gestörtes Verhältnis zur Religions- und Meinungsfreiheit haben, sondern daran, dass sie von Wilders beleidigt und provoziert wurden.
Die Frage
Warum rasten fanatische Moslems aus?
Ist höchst interessant. Wir werden darauf zurückkommen.
Zunächst erfahren die Leser von Broder, dass es höchst gefährlich ist, sich diesen Film anzusehen, weil sie sonst von Moslems geköpft werden könnten; oder so:
…wobei er (ein Fernsehmoderator, den Broder gerade beschimpft, weil er seiner Ansicht nach zu weicheimäßig ist) zu erwähnen vergaß, dass zu diesem Zeitpunkt ‘Fitna’ bereits nicht mehr auf dem Videoportal ‘Live Leak’ zu sehen war (mehr…)
Ach Gottl. Ich wies ja schon darauf hin, dass ich diese Aktion für eine gelungene PR – Aktion der Regisseure dieser Kampagne halte. „lifeleak“ hätte offiziell natürlich aus lauter Angst, und nicht als PR-Gag und um ihn zu promoten, den Film von seiner Website genommen. Wers glaubt, der sollte mal zum Nervenarzt gehen. Meine Meinung.
Weiter Broder. Er rast über die Schlaffheit der anderen neoliberalen Propagandatröten in Medien und TV.
Abgesehen davon, dass es ein wenig übertrieben scheint, jemand umzubringen, nur weil er einen ‘Fehler’ gemacht hat – kann man Tatsachen anders als einseitig zeigen?
Ist das nicht wieder ein genialer Satz von unserem Broder? „Tatsachen“ kann man also – gefolgert – nur „einseitig zeigen“. Genial. Eine wahre Pracht von Schw…. Reif für eine zeitlose Zitatesammlung „Die dümmsten Sprüche der Weltgeschichte auf 20 Seiten“.
Gibt es zu dem Mord an Theo van Gogh, der Enthauptung von Daniel Pearle, der Hinrichtung einer Frau im Stadion von Kabul, dem Aufhängen von Homosexuellen und dem Steinigen von Ehebrecherinnen in Iran eine Perspektive, die nicht einseitig wäre?
Behalten Sie diese Fragestellung im Auge, liebe Leser!
Nun, damit wir wissen, wovon wir reden, hier ist erst einmal dieser „umstrittene“ Film.
Schauen Sie ihn sich erst einmal in Ruhe an, er dauert nicht lang, keine 11 Minuten. Oh, Sie fragen, wo man diesen Film denn findet, wenn schon lifeleak vor lauter Schiß vor „Attentaten“ gegen seine „Mitarbeiter“ ihn vom Netz genommen hat?
Man kann nur darüber spekulieren, wo Wilders“ Film zumindest auszugsweise einen Niederschlag findet. Ein guter Tipp ist: In den Propaganda-Videos fanatischer Islamisten.
Rasender Bullshit. Wieder mal eine journalistische Glanzleistung unseres „Leitmediums“, als ob der Peinlichkeiten nicht schon genug wären. „Fitna“ ist in mehreren Ausgaben leicht auf Youtube zu finden.
Schön. Dann wollen wir mal „im Lichte“ (lach) von Broders „Essay“ das gesehene mal in Ruhe besprechen.
Gibt es zu dem Mord an Theo van Gogh, der Enthauptung von Daniel Pearle, der Hinrichtung einer Frau im Stadion von Kabul, dem Aufhängen von Homosexuellen und dem Steinigen von Ehebrecherinnen in Iran eine Perspektive, die nicht einseitig wäre?
Was ist Ihnen von diesen 11 Minuten im Gedächtnis hängengeblieben, liebe Leser? War da nicht noch was anderes?
An die Hinrichtung einer Frau im Stadion von Kabul, das Aufhängen von Homosexuellen und das Steinigen von Ehebrecherinnen in diesem Film kann ich mich jetzt andererseits nicht erinnern.
Schauen Sie sich den Film ruhig noch einmal genau an, Sequenz um Sequenz.
War nichts mit hängenden Homosexuellen, Stadion von Kabul und gesteinigten Ehefrauen, nicht wahr?
Dafür aber jede Menge Filmaufnahmen vom Attentat auf das World Trade Center 11.9.2001, sowie die Anschläge gegen U – Bahnen und Busse in London und Madrid, dann dieses kleine Mädchen usw ….
Seltsam.
Warum erwähnt Broder diese spektakulären Szenen nicht, mit den dekorativen zerfetzten Leichen? Und stattdessen faselt er von Hinrichtung im Stadion von Kabul, aufgehängten Homosexuellen und dem Steinigen von Ehebrecherinnen. Was im Film gar nicht vorkommt.
Seltsam, finden Sie nicht?
Dabei wäre es doch DER KNÜLLER, noch einmal an das Jahrhundertverbrechen 911 zu erinnern. DEN ‘Kriegsgrund’ für die Invasion in Afghanistan. Broder lässt sich diese Gelegenheit entgehen? Warum?
Hat Broder den Film etwa gar nicht gesehen?
Nun, das ist schon gut möglich. Das sind Mediensöldner seines Schlages ja durchaus gewohnt, von Dingen zu schwätzen, von denen sie eigentlich keine Ahnung haben.
Aber trotzdem seltsam, dass ausgerechnet 911 und die Attentate von London und Paris, die im Film in längeren Ausschnitten dargestellt werden, von Broder mit keiner Silbe erwähnt werden. Mit reiner Borniertheit und Ignoranz von Broder kann das nicht erklärt werden, selbst wenn gewiß richtig ist, dass er oft nicht die geringste Ahnung von dem hat, worüber er schreibt.
Ein solches Detail ist auch nicht ganz unwichtig, schließlich ist der Film ja DER MEDIENHYPE. Und Broder schreibt drüber .
Nun wissen meine Leser ja, dass zum „Wahrnehmungsmanagement“ der imperialen Propaganda AUCH gehört, über gewisse Dinge nicht oder nicht mehr zu reden. Und andere ins „Wahrnehmungsfeld“ zu rücken.
So wurde es der Eva Herrmann zum Verhängnis, dass sie von der guten alten Familie geschwärmt hatte, wo der Mann noch allein für die ganze Familie arbeiten ging und das Geld auch noch für alle reichte. Wie, das war mal möglich? Darüber spricht man aber nicht! Ab in die Nazi – Ecke! Mediale Hinrichtung zur Strafe!
Hm, schon seltsam, dass Broder über 911 und die U-Bahnattentate NICHT spricht, obwohl gerade diese beiden Ereignisse gewissermaßen, vom „Schockeffekt“ her, den eigentlichen zentralen Knüller des Machwerks von Wilders darstellen.
Soll man vielleicht darüber nicht mehr sprechen sollen?
Na, Broder? Kuckuck!
Ich meine 911 und die U – Bahn – Attentate in London und Madrid (‘77′ ).
Hat das vielleicht damit zu tun, dass die Vermutung, dass beide Ereignisse False – Flag – Attentate imperialer Geheimdienstapparate darstellten, sich im Laufe der Jahre für viele aufmerksame und politisch wache Menschen allmählich zur Gewissheit verdichtet hat?
Wäre zumindest ein schlüssiger Gedanke. Nicht mehr drüber reden wäre dann die beste Taktik.
Ach, und da gibt es so unsagbar viele seltsame Fakten. Das führt jetzt zu weit. Man redet halt besser nicht mehr drüber.
Liebe Leser, jedem Menschen, der sich bisher näher mit den Fakten des 911 beschäftigt hat, erscheint die von der Bush – Regierung verkündete Version (sogenannte SURPRISE – ‘Theorie’ ) der Ereignisse als die abstruseste und absurdeste von allen. Je mehr man sich mit der Materie und ihren harten Fakten beschäftigt, um so mehr. Aber alle Erklärungsmuster, die nach Ockhams Rasiermesser schlüssig auf diese insgesamt höchst seltsamen Ereignisse gegeben werden können , lassen einem das Blut in den Adern gefrieren.
Es ist – aus Sicht Broders und der „höheren Chargen“ über ihm – wirklich besser, wenn darüber besser nicht mehr gesprochen wird. Es gab so viele Pannen mit diesem Thema….
Habt ihr das vielleicht selbst gemacht und dabei an euer Geld gedacht?
Statt also über 911 und die U-Bahnattentate zu reden (was sich ja anbieten würde, da diese spektakulären Ereignisse bekanntlich „Al-Qaida“ und ‘dem Islam’ in die Schuhe geschoben wurden), schwallt und schwätzt Broder über hängende Homosexuelle, Hinrichtungen im Stadion von Kabul und gesteinigte Ehebrecherinnen – alles Ereignisse, die sicher tatsächlich stattgefunden haben, aber im Film „Fitna“ gar nicht vorkommen.
Ist doch wirklich seltsam, oder? Zufall?
Die Wissenderen unter Ihnen, liebe Leser, werden natürlich sagen: gar nicht seltsam.
Dann ist angeblich „Fitna“ auch nur noch auf islamistischen Webseiten zu finden (welch ein Bullshit!), und so kann sich nach Broders Geschwätz (Steinigung, hängende Leichen) eben jeder von Broders Lesern seinen eigenen Horrorfilm im Kopf machen. Kopfkino sozusagen.
So hat er sich das vielleicht gedacht, der Broder.
Und die Chargen über ihm.
„DEBATTE UM WILDERS-VIDEO“
soll das auch noch sein.
Höchstens für vollkommen Verblödete und Hirngewaschene, die von nichts was in der Welt vorgeht eine Ahnung haben.
Doch lesen wir weiter in Broders „Essay“, wie er an die „traditionellen Eliten“ mit ihrem (lach, wieher) „herrschenden Konsens“ appelliert, sich seiner Hetze gefälligst anzuschließen.
Aber Wilders hat sich noch eines anderen Vergehens gegen den herrschenden Konsens schuldig gemacht. Er hat das Gesetz des Handelns an sich gezogen, agiert statt reagiert. Seit er seinen Film vor drei Monaten ankündigte, bestimmt er selbst den Lauf des Diskussion, treibt er seine Gegner vor sich her.
Wer wen vor sich her treibt, werden wir noch sehen, Broder.
Wohl niemand wäre überrascht gewesen, wenn Wilders das Spiel mit dem Geständnis beendet hätte, dass es den Film gar nicht gibt.
Orakelt Broder weiter. Er meint wohl, weil lifeleak „aus Angst“ den Film aus dem Verkehr gezogen hätte, würde ihn niemand mehr zu zeigen und anzuschauen wagen. Und sich lieber dem Kopfkino hingeben, das die Suggestionen der Medien erzeugen wollen.
Nun, liebe Leser, Sie haben sich ihn ja hoffentlich angeschaut, diesen ‘Fitna’ – Dreck.
Fakten sind auch gewiß nicht die Stärke von Broders Schreibe. Das ist auch nicht seine Aufgabe. Er warnt vor ‘Weicheiertum’ und mahnt zur Härte.
Es waren Töne, auf die man manchmal vergeblich wartet, wenn Islamisten zum Dschihad aufrufen, Fanatiker Ungläubige massakrieren oder Holocaust-Leugner Konferenzen veranstalten. Denn der einzige Zweck all dieser Exerzitien war es, eine Wiederholung der Ereignisse von 2006 zu vermeiden, als ein Dutzend harmlose Mohammed-Karikaturen einen Flächenbrand der Empörung von Jakarta bis Rabat auslösten. Damals riefen viele Politiker, unter ihnen Claudia Roth, zur ‘De-Eskalation’ auf.
Aha! Die Grünen sollen sich also nicht so zieren und auch zum Kreuzzug aufrufen, umweltschonend versteht sich.
Ereignisse 2006?
Remember 2006!
Was war da?
„ein Flächenbrand der Empörung von Jakarta bis Rabat“ wegen der dämlichen dänischen Mohammed – Karikaturen.
Wußte ich’s doch, dass Broder ein genialer Stichwortgeber ist. Weiter also.
Der Aufruf richtete sich nicht die Brandstifter, die dänische Fahnen verbrannten und Botschaften verwüsteten, sondern an die Europäer, die ratlos dem Treiben der Gotteskrieger zusahen, besorgt, nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen.
Danke Broder! Schauen wir uns also an, wer die moslemischen „Brandstifter“ von 2006 waren, die die „westliche Welt“ mit ihren „Werten“ in Angst und Schrecken versetzten.
Dank Internet können wir das nämlich nachvollziehen.
Nehmen wir nur ein sehr markantes und medial ausgeschlachtetes Ereignis.
Überfliegen Sie den Artikel kurz und erinnern Sie sich, dass eine Organisation namens FPI diesen Botschaftsturm in Djakarta ausgeführt hat.
Diese FPI ist aus anderen Ereignissen durchaus wohlbekannt. Es handelt sich um eine sehr kleine Gruppierung, deren Charakter man mit Fug und Recht als faschistisch bezeichnen darf.
Meist ungehindert von der Staatsmacht, organisieren die radikalen Schlägertrupps der FPI immer wieder Übergriffe auf ihrer Meinung nach unmoralische Einrichtungen – sei es eine Kunstausstellung mit Aktbildern oder die Redaktion des indonesischen Playboy.
Der indonesischen Schönheitskönigin Nadine Chandrawinata steht nach dem Miss-Universum-Wettbewerb Ärger ins Haus. Ihr Auftritt im Bikini hat der jungen Frau in ihrem Heimatland eine Anzeige eingebracht. Eine muslimische Gruppe hält den Zweiteiler für unanständig und alarmierte die Polizei.
Hefner trifft eine wichtige Unterscheidung zwischen den militärnahen und den eher unabhängigen islamistischen Gruppen. FPI (Front Pembela Islam) und Laskar Jihad gehörten zu den ersteren, der Majelis Mujahidin Indonesia (MMI) und Jemaah Islamiyah zu den letzteren. FPI und Laskar Jihad stehen in der Tradition der islamistischen Milizen, die von General Feisal Tanjung, Prabowo Subianto und anderen Offizieren der „grünen Fraktion“ des Militärs noch in den letzten Monaten des Suharto-Regimes aufgestellt wurden. Teile des Militärs waren direkt in die Gründung von FPI und Laskar Jihad, ihre militärische Ausbildung und ihre Versorgung mit Waffen involviert. George Aditjondro hat in seinem Artikel „Financing Human Rights Abuses in Indonesia“ (http://www.koteka.net) außerdem auf die finanzielle Verstrickung des Suharto-Clans in die islamistische Gewalt auf den Molukken hingewiesen.
Jedoch war an der Gründung der FPI auch General Wiranto (von der „Wiranto-Fraktion“… (George Aditjondro)) beteiligt.
Interessant, nicht wahr? Eine ‘Privatarmee’ der indonesischen Armee sozusagen.
Während die Führungskader der FPI überzeugte Islamisten waren, bestanden die einfachen Mitglieder oft aus arbeitslosen Jugendlichen, die gegen Bezahlung angeheuert wurden, was die FPI in die Nähe des „premanisme politik“/“rent-a-mob“-Phänomens rückt („organized political-cum-criminal syndicates” ). Für eine enge Verbindung mit islamistischen Hardlinern im Militär spricht auch die prompte Auflösung beider Gruppen („wie auf Befehl…“ nach dem Bali-Anschlag. )
Hochinteressant, finden Sie nicht?
Meine Güte. ‘Rent-a-mob’.
Witzig, wenn das ganze nicht so gräßlich und perfide wäre. Bali auch noch.
Diese Schlägerorganisation FPI ist also gewissermaßen eine SA des gestürzten Suharto – Regimes in Indonesien, welches seinerseits 1965 aufgrund eines CIA – Putsches und unter Massakrierung von 500000 bis 1 Million Menschen die Macht ergriff. Suharto war stets der ‘gute Mann’ des US – Imperiums in Indonesien.
Dieses (außerordentlich blutige und korrupte) Suharto – Regime war stets engster Verbündeter der USA gewesen, und es kann nicht der geringste Zweifel daran bestehen, dass diese FPI und ihre Nachfolgeorganisationen als verlängerter Arm des US – hörigen indonesischen Militärs auch heute immer noch ziemlich exakt auf die Kommandos aus Langley (Sitz der CIA) oder untergeordneten Instanzen hört.
So sieht es also aus mit dem „Flächenbrand der Empörung von Jakarta bis Rabat“.
Sonst noch Fragen?
Was werden wir noch finden, wenn wir da weiter nachgraben?
Habt ihr das vielleicht alles auch selbst gemacht?
Danke, Broder, danke danke danke! Das war fast so genial, ja eigentlich noch genialer wie die Sache mit Möllemann.
Dieser „Essay“ ist wirklich eine Fundgrube.
Habt ihr das vielleicht alles selbst gemacht?
Stöbern wir noch nach weiteren Schweinereien äh Trüffeln in Broders Elaborat?
Nun, was hat es mit dieser –offensichtlich terroristischen – Gruppe auf sich?
Richtig, es wurde behauptet, dass diese Gruppe vom hollandischen Geheimdienst AVID unterwandert war.
Gut geraten. Wie kommen Sie darauf?
Ein gewisser Louis Seveke, ein investigativer Journalist aus der Squatterszene, hat diese Thesen geäußert und darüber anklagend geschrieben.
Leider ist er 2005 überraschend gestorben.
Hm, und woran ist Louis Sévèke 2005 so überraschend verstorben?
Richtig, er wurde erschossen.
Ein Martinus Hendrikus T. gestand vor der spanischen Polizei den Mord. Opfer und Täter kannten sich aus der Hausbesetzerszene. Angeblich hatte Sévèke den Martinus beschuldigt, Informand des Geheimdienstes zu sein, und hatte deswegen Rachemotive. Andere wieder bestreiten diese Darstellung.
Seveke hatte einen Artikel mit folgendem Titel geschrieben:
Wenn die Regierung schon Terror orchestriert, sollte sie offener damit sein
Unter vielen Beispielen schrieb er kritisch über den letzten Schnitzer des holländischen Geheimdienstes AIVD (Algemene Inlichtingen en Veiligheids Dienst) , welcher anscheinend, wie einige andere ‚Dienste’ seine eigene Fake – Alquaida – Terrorgruppe betreibt, mit dem Namen Hofstadgroep (Hauptstadtgruppe).
Einschließlich des Fakes ‚Terror über Webseiten verbreiten’, welchen sie benutzen können und mit CIA und/oder Mossad Desinformationseinheiten im Internet teilen, benutzbar wenn sie darum bitten.
Die aktuelle Situation in Holland beschreibend notierte Seveke „Das ist ihre normale Arbeitsweise“ in seinem letzten NRC – Artikel.
(NRC ist das holländische ‚Handelsblatt’, für das Seveke unter andem schrieb)
Er stellte fest, daß einer dieser AIVD – Maulwürfe – Ali B. in dieser ‚Militanten Moslemgruppe’ wahrscheinlich (?) ein ‚Agent provokateur’ ist, der laut Seveke und dem Holländischen TV Netwerk „Handgranaten in eine gefährlich Gruppe geliefert!“ : Handgranaten, die er heimlich Agenten des Geheimdienstes AIVD bekommen hatte. Dieselben Handgranaten verwundeten einen andere Polizeioffiziere, als diese ein ‚Terrorist Safe House’ stürmten – nach einem üblichen Tip von „unbekannt“.
Um Ali Bs Tarnung wieder herzustellen – und in einer ziemlich unintelligenten Art im Versuch, Ali Bs Status als Terrorist zu halten – verhaftete der gleiche AIVD – Agent einige Tage später – mit einer Menge orchestrierter Publicity – den Mann (Agent Provokateur), als zu viele Fakten bekannt geworden waren.
Lesen Sie den Artikel ruhig auch noch im englischen Original, ich bin kein so guter Übersetzer.
Starker Tobak. Wer hat noch mal gleich Theo van Gogh umgebracht?
Sehr seltsam das alles. Finden Sie nicht, liebe Leser? Den Broder brauch ich nicht zu fragen, der sagt nichts dazu. Der träumt von hängenden Leichen und Steinigungen.
Kürzlich wurde Martinus Hendrikus T., der Mörder, zu lebenslänglich Zuchthaus wegen des Mordes an Louis Sévèke verurteilt.
Schauen Sie auch mal in den wikipedia – Artikel zu Louis rein:
Zuletzt vor seinem gewaltsamen Tod hatte also Seveke behauptet, Hollands Geheimdienst habe eine islamistische Terrorzelle um den Mörder des Regisseurs Theo van Gogh mit Waffen versorgt, nämlich diese Hofstad-Gruppe.
Hm. Ist doch interessant.
Meine Güte, Broders Essay ist ja in der Konsequenz geradezu subversiv. Auf was der so alles aufmerksam macht.
Doch zurück zu unserem netten faschistischen Filmchen „Fitna“, mit dem wir uns sehr gern weiter „inhaltlich auseinandersetzen“ (Broder).
Kleiner Gag am Rande. Ein Ausschnitt des Films zeigt, wie die Leiche eines amerikanischen Soldaten durch Straßen geschleift wird. Es handelt sich bei den Schleifern um Milizionäre des somalischen Kriegsherrn Aidid († 1996), dessen Partei USC heute mit den USA verbündet ist. Aber wen interessieren schon solche Details?
Die Enthauptung von Daniel Pearl und Nick Berg
Dann war da doch noch was anderes im Film, was Broder erwähnt, das mit der Enthauptung eines gewissen Daniel Pearl (der schrieb sich nicht Daniel Pearle, Broder; pass doch auf, Mensch!) . Grässliche Szene. Pure Barbarei.
Wie war das noch mal?
Der US – Amerikaner Daniel Pearl wurde (irgendwo in Pakistan) vor laufender Kamera von Vermummten brutal umgebracht.
Daniel Pearl war sehr gebildet und ein begabter Journalist. Seine Artikel waren typisch für die Schizophrenie des Wall Street Journal, dessen reaktionäres Gekeife in Leitartikeln und Kommentaren oft von den gewissenhaften Berichten seiner besten Reporter widerlegt wird. Pearl bewahrte eine objektive und unabhängige Haltung gegenüber den Ereignissen, über die er berichtete, und stellte auch Informationen dar, die den Behauptungen der US-amerikanischen Regierung und der Herausgeber des Journal widersprachen.
Nachdem US-Raketen die Arzneimittelfabrik El Shifa im Sudan zerstört hatten, reiste Pearl 1998 an den Ort des Geschehens. Die Clinton-Regierung hatte den Angriff damit gerechtfertigt, dass der Betrieb chemische Waffen hergestellt habe. Die Ergebnisse von Pearls Recherchen widersprachen diesen Behauptungen. Er schrieb daraufhin, manche ‘Glieder in der Beweiskette der US-Regierung’ seien ’schwächer, als die bisherigen Berichte vermuten ließen’. Die Informationen, mit denen die Regierung den Angriff rechtfertigte, so Pearl, stammten größtenteils von sudanesischen Dissidenten, die ihre eigenen Interessen und eigennützigen Zwecke verfolgten.
In einer weiteren hervorragenden Artikelserie befasste sich Pearl mit den Vorwürfen, serbische Truppen hätten im Kosovo einen Völkermord verübt. Er räumte ein, dass die jugoslawischen Soldaten ‘Entsetzliches’ getan hätten, stellte aber (in einem gemeinsam mit Robert Block verfassten Artikel) zugleich fest, dass ‘die übrigen Anschuldigungen – blindwütiger Massenmord, Vergewaltigungslager, Krematorien, Leichenverstümmelung – erst in den letzten sechs Monaten, seit dem Einmarsch der NATO im Kosovo, erhoben wurden. Albanische Kämpfer, humanitäre Organisationen, die NATO und die Medien bestärkten sich gegenseitig darin, den Völkermord-Gerüchten Vorschub zu leisten. Doch inzwischen entsteht ein anderes Bild.‘
Tariq Ali machte nämlich den pakistanischen Geheimdienst ISI für den Mord an Pearl verantwortlich, und nicht dubiose islamistische Einzeltäter oder Desperadogruppen. Die Gruppe, die sich zu Entführung und Tötung Pearls bekannte – ‘die nationale Jugendbewegung für die Souveränität Pakistans’ – erklärte er zu einem ein Konstrukt, u. a. da sie seltsame Forderungen formulierten, z.B. die ‘Lieferung von F-16, die bezahlt, aber nie an Pakistan geliefert wurden’. Seltsame Verhaftungen fanden statt, etwa des Presse – Kuriers, der das Horrorvideo in die USA bringen sollte und vier Tage lang vom Geheimdienst in die Mangel genommen wurde. Das Bekennervideo (es ist brutal, bitte beachten Sie das) findet sich hier .
Und als Täter präsentiert sich ein gewisser Omar Saeed Sheikh (der übrigens nach B. Bhutto Osama bin Laden getötet haben soll), der sich seltsamerweise der Polizei ergab. Dieser ist aber dummerweise auch als ISI – Agent bekannt.
Und alle Seiten, Pakistan wie USA, decken rasch den Mantel des Schweigens über die Angelegenheit mit diesem aufdringlichen Journalisten Pearl, der in Dingen rumschnüffelte, in die er besser nicht seine Nase gesteckt hätte. Es liegt der Verdacht nahe, daß es diesbezüglich einen Konsenz zwischen den US- und pakistanischen Geheimdiensten gab, was aber leider nicht direkt beweisbar ist.
Lesen Sie selbst nach!
Tja, so ist das mit den Stichworten, Broder.
Kann verhängnisvoll sein deine Schreibe.
Fragt sich nur, für wen.
Ach, da ist noch was.
By the way, du hast dich übrigens vertan, Broder, da du den Film dir möglicherweise gar nicht angeschaut hast, du Schlamper! Die dargestellte Köpfung im Film betraf nicht Daniel Pearl, über dessen Geschichte sogar einen Film mit Angelina Jolie und Bratt Pitt gibt.
Die im Film vorkommende Köpfung bei lebendigem Leib zeigt nämlich eine andere „Hinrichtung“, die von einem Nick Berg, und zwar im Irak.
Und auch dazu gibt es eine hochinteressante und äußerst dubiose Geschichte, von der es sicher besser war, dass Broder sie nicht erwähnt hat in seinem Artikelchen.
Wie konnte diese Verwechslung nur passieren, Broder? Bei deinen überragenden intellektuellen Kompetenzen?
Am 8.Mai 2004 wurde seine Leiche in der Nähe von Bagdad gefunden. Am 11.Mai 2004 „erschien“ dann ein „Al-Qaida“ – Video, das seine Köpfung zeigte.
Zunächst mal die Fotobelege, damit Sie sehen, dass ich nichts falsches behaupte, die Beweise dass es sich bei der Köpfung im Film „Fitna“ wirklich um die von Nick Berg handelt (und nicht, wie Broder phantasiert, von Daniel Pearl):
Prüfen Sie nach! Im Film ‘Fitna’ wird die Köpfung von Nick Berg gezeigt, und nicht die von Daniel Pearl.
Broder hat also entweder keinerlei Ahnung, nicht von diesem Film, nicht die geringste, und auch von sonst nichts, oder er lügt und verschweigt bewusst. Soll er sich selber raussuchen, was weniger abträglich ist für seine „Journalistenehre“, oder was davon noch übrig ist.
Prisonplanet bezweifelte schon früh die offizielle Version der Ermordung von Nick Berg.
Demnach war Nick Berg im Irak April 2004 vor seiner Ermordung von der US – Armee festgenommen worden und stand offensichtlich unter ständiger Beobachtung geheimdienstlicher Beobachtung. Was verständlich ist, da sein Vater bis heute doch ein „berüchtigter“ Antikriegsaktivist von ANSWER ist.
Mehrere Male versuchte man ihn (Nick) zur Abreise zu drängen und beschattete ihn. Wie war es dann möglich, dass er mitten in Bagdad dann „entführt“ wurde?
Noch dazu wo die US – Regierung später beim Lügen erwischt wurde, nicht die US – Armee hätte Nick Berg 13 Tage lang gefangen gehalten, sondern die irakische Marionettenarmee?
Doch dann mussten sie seine (illegale) Festnahme zugeben.
Nach seiner Freilassung „verschwand“ Nick Berg, um als Leiche wieder aufzutauchen..
Wirklich sehr seltsam.
Nick Bergs Vater macht übrigens die US – Regierung verantwortlich für den Tod seines Sohne. Aber das Qaida – Köpfungsvideo, darüber sind sich alle Kommentatoren einig, kam für Bush gerade zur rechten Zeit an die Öffentlichkeit. Es war ja der Horrorfilm des Jahres. Diese barbarischen Moslems.
Spannend, nicht wahr? Zarqawi, das Phantom, das immer gerade zur rechten Zeit mordet. Mal mit zwei Beinen, mal einbeinig. Und auch die Videos kommen immer pünktlich. Eine Firma macht die Autobomben, die andere die Horrovideos, und so weiter. Das ganze nennt sich Al – Qaida.
Ist das alles der Grund, warum Sie die Köpfung des Nick Berg in die Köpfung von Daniel Pearl verwandelt haben, Herr Broder?
Weil bei der Köpfung von Nick Berg NOCH EINDEUTIGER UND DIREKTER als bei Daniel Pearl die US – Apparate und ‚Dienste’ die Hand mit im Spiel gehabt haben? Daniel Pearl ist sicherlich eine heikle Geschichte, aber Nick Berg ist noch um Lichtjahre heikler. Besser nicht wieder ins Gespräch bringen?
Habt ihr das alles gar selbst gemacht? Und dabei an euer Geld gedacht?
Wsws.org drückt sich trotz der erdrückenden Faktenlage – aus meiner Sicht – sehr sehr sehr vorsichtig zum Fall Nick Berg aus, wenn es schreibt:
Die von Michael Berg (dem Vater von Nick Berg) aufgeworfenen Fragen unterstreichen die Tatsache, dass die US-Regierung im besten Fall die Bedingungen geschaffen hat, unter denen sein Sohn von Extremisten entführt und ermordet werden konnte.
Die schlimmere Möglichkeit, die sich aus allem bisher Bekannten ergibt, besteht darin, dass Bergs Verschwinden und anschließende Ermordung das Werk von US-Geheimdiensten oder proamerikanischer irakischer Gruppen war. Einen Monat nach seiner Entführung wurde Berg im für die US-Regierung günstigsten Moment ermordet.
Wer die Annahme für undenkbar oder unerhört hält, die amerikanische Regierung könne um des eigenen politischen Vorteils willen der Ermordung eines ihrer Bürger zustimmen, unterschätzt die politische Situation gewaltig.
Habt ihr das vielleicht alles selbst gemacht? Und dabei an euer Geld gedacht?
Donnerwetter, dieser Song von Bandbreite geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ein richtiger Ohrwurm.
Ich glaube, ich höre jetzt besser langsam auf. Sonst schickt mir der Broder oder sonst wer noch „Islamisten“ auf den Hals.
Nur ein Spaß, Broder.
Liebe Leser, ich habe nicht mehr getan als im Internet recherchiert und Fakten zusammengetragen. Das kann jeder von Ihnen auch. Prüfen Sie die von mir angegebenen Links nach und machen Sie sich ein eigenes Bild!
Deswegen jetzt endlich meine Quintessenz aus Broders neuer journalistischer Meisterleistung:
Habt ihr das vielleicht alles selbst gemacht, Broder?
Nein, nicht Sie persönlich, Broder, dazu sind Sie ein viel zu kleiner Fisch. Ich meine die „höheren Chargen“, höher noch als selbst die 200, die unsere „öffentliche Meinung“ „machen“. Jene, die die Direktiven geben, und deren Hampelmänner, … ach lassen wir das..
Na liebe Leser, teilen Sie jetzt meine Einschätzung, dass Broder einfach genial ist?
Ein Stichwortlieferant allererster Klasse. Ein wahrhaft investigativer Journalist, der dunkle Geheimnisse und Leichen im Keller aufspürt, mit der Pointe dabei, dass er das ziemlich sicher gar nicht will.
Hoffentlich schreibt er bald wieder was.
Insgeheim befürchte ich ja, dass sie den Tro wackeren investigativen Journalisten früher oder später aus dem Verkehr ziehen werden, weil er soviel ausplaudert und auch noch schlafende Hunde weckt.
Aber bis dahin ist sicher noch Zeit und er wird mir noch viele Gelegenheiten geben, mich an seiner Schreibe zu ergötzen.
Liebe Leser, sehen Sie, es lohnt sich nicht, sich über Broder zu ärgern. Im übertragenen Sinne singt er ja wie eine Nachtigall. Eine wahre Fundgrube von Dubiositäten, die er stets anspricht, und das auch noch so schön verräterisch. Selbst seine Auslassungen sind vielsagend.
Danke, Broder, danke.
Man sollte eine Gedenktafel für diese Ikone des Lumpenj kritischen Journalismus stiften.
Übrigens ist dieser hervorragende Essay aus des Broders Feder soeben von der Titelseite von SPIEGEL ONLINE verschwunden.
Aber der Artikel selbst ist noch da. Benutzen Sie den oben angegebenen Link, wenn sie ihn unbedingt lesen möchten.
Von: Nemetico
Geposted: Mon 31 Mar 23:42 CEST 2008 (ca.)
RSS cached: Fri 11 Apr 7:05 CEST 2008
Zwei Kommentatoren in meinem Blog machten mich darauf aufmerksam, dass ich für meinen Artikel wohl eine leicht gekürzte Version von Fitna verwendet habe. Bei einem Kommentator handelte es sich offenbar um jemanden, der damit meinen gesamten Artikel und seinen Inhalt meinte unflätig in Frage stellen zu können (mein Blog wird wohl regelmäßig von andersartiger interessierter Seite eingesehen). Der andere war sachlich und korrekt.
Jedenfalls gehe ich auf diese Hinweise ein.
Nun, es war mir in der Tat nicht bewusst, dass es zwei oder noch mehr Versionen von diesem Machwerk gibt.
In der erweiterten (vollständigen?) Version des Revolverfilms „Fitna“ tauchen tatsächlich Szenen auf mit Schwulen als Delinquenten und einer Szene (von RAWA geklaut) einer Hinrichtung einer Frau im Stadion von Kabul zu Zeiten der Taliban (welche 1994/95 bekanntlich vom pakistanischen Geheimdienst ISI mit aktiver Unterstützung der CIA geschaffen und aufgerüstet wurden).
In seiner Langfassung erscheint mir der Film sogar noch dämlicher und hetzerischer als die leicht gekürzte Fassung.
Meine Argumentation in meinem Artikel sehe ich in keinster Weise „ausgehebelt“. Sicher hätte ich meine polemischen Spitzen gegen Broder (mein Steckenpferd, ich gebe es zu) etwas anders aufgebaut, wenn ich die Langfassung gekannt hätte. Er bietet ja genug Blößen.
Aber was solls? Meine zentralen Fragen und genannten Fakten zu den gezeigten ‘islamistischen’ Aktionen bleiben ungebrochen bestehen. Die Langfassung zeigt beispielsweise niederländische Zeitungsschlagzeilen, in denen „Al-Qaida“ den „heiligen Krieg“ gegen Wilders „erklärt“. Wie auf Bestellung? Wie…?
Al-Qaida, dieses Geschöpf der CIA und anderer kooperierender ‚Dienste’, dieser Universal-Joker für False-Flag-Attentate, dieser Wanderpokal diverser bombenlegender und Videos produzierender „Firmen“?? Ein „Beweis“ für die „Gefährlichkeit des Islam“ (gefährlicher als christliche, jüdische etc. Religion) ist das beim besten Willen nicht. Aber der Beweis für die Gefährlichkeit staatlicher und halbstaatlicher Apparate, die jeglicher demokratischen Kontrolle längst entglitten sind.
In der erweiterten Fassung werden auch Schlagzeilen gezeigt, in denen der angebliche/mutmaßliche Mörder von T. van Gogh Mordrohungen formuliert. Nun, Sie wissen ja bereits, dass sich diese „islamistische“ Gruppe möglicherweise/wahrscheinlich unter Kontrolle des holländischen Geheimdienstes befand (was auch einige merkwürdige Freisprüche erklären würde).
Unter den Bildern unter dem Oberthema „Gewalt gegen Frauen“ befindet sich u.a. ein Foto eines abgetrennten Frauenkopfes. Diese Frau wurde allerdings nicht hingerichtet wegen „Ehebruch“, wie suggeriert, sondern es handelte sich um eine palästinensische Selbstmordattentäterin.
Schauen Sie sich unten die erweiterte Fassung von „Fitna“ an, wenn Sie wollen. Sie ist um nichts besser als die gekürzte Fassung.
Und für mich bleibt es dabei: dieser Film zeigt in seinen wesentlichen Teilen, wenn nicht in allen, Ergebnisse von imperialen False-Flag-Attentaten, diversen subversiven Tätigkeiten von imperialen Agent Provocateurs usw.
Wer die Figuren wirklich sind, die da als Prediger aufgeführt werden, möchte ich auch gern wissen.
Das Ziel war aus meiner Sicht, eine kollektive Kriegsbereitschaft in der europäischen Bevölkerung hervorzurufen für die nächsten imperialistischen Teufeleien.
Nach meiner Ansicht sollte von unserer Seite der Hype um diesen Film benutzt werden, um genau das Gespräch zu bringen auf diejenigen Ereignisse, die in ihm zitiert werden. Zufällig handelt es sich aus meiner Sicht meistens, wenn nicht durchgehend mit unterschiedlicher Sicherheit um False – Flag – Attentate.
Und ich werde weiterhin aussprechen, daß sich dieser Eindruck mit jedem neuen Faktum, das mir bekannt wird, zur Gewißheit verdichtet. Beispielsweise bin ich auf die wahrscheinliche AVID – Connection des Mordfalles T. van Gogh erst durch Recherchen zu diesem Artikel gestoßen. Und was ich alles zum Fall Nick Berg vorfand, übertraf tatsächlich alle meine Erwartungen, und ich habe nur ein Bruchteil dessen geschrieben, was ich an Fakten dazu so alles im Internet aufstöberte.
Wußten Sie etwa, daß Nick Berg in dem Köpfungsvideo offenbar typische Gefängniskleidung aus Abu Ghuraib trägt?
Remember “Hauptstadtgruppe”, T van Gogh, Louis Seveke usw!
Rememer Taliban, ISI, CIA!
Remember Bali (wo Verwicklungen des indonesischen Militärs offenbar wurden)
Von: Nemetico
Geposted: Wed 2 Apr 8:35 CEST 2008 (ca.)
RSS cached: Fri 11 Apr 8:05 CEST 2008
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Hinweis: „Fitna“ ist von den Urhebern dieses Machwerkes von den angegebenen Links durchweg aus dem Internet entfernt worden. Aufmerksame Beobachter wie „fuckwilders11″ haben ihn aber verewigt (abgesehen von diversen „wilden“ islamfeindlichen Faschisten). Es gibt Versionen zwischen 6 und 16 Minuten, aber durchweg der gleiche Dreck.
Guter PR – Gag. Hat sicher was gekostet, aber nicht so viel.
Schließlich weiß man ja, daß an jeder Straßenecke fanatische Moslems darauf warten, mit einem Selbstmordattentat das Anrecht auf die Jungfrauen im Paradies zu erwerben. Und wer noch nicht weiß, glaubts vielleicht jetzt.
Der Film ‘Fitna’ hat einen solch gigantischen Werbeaufwand auch dringend nötig, denn eigentlich ist das Machwerk dürftig und lächerlich.
Da werden von einer hohen Stimme ein paar Koranverse zitiert und eine sichtliche Prunkausgabe des Koran umgeblättert. Irgendwelche Prediger reden mit hysterischen, überschnappenden Fistelstimmen vom Kehlen durchschneiden.
Das ganze garniert mit Filmsequenzen der bekanntesten False – Flag – Attentate von CIA, MI6, Mossad und anderer Mordkonzerne:
WTC 11.9.2001 mit dekorativ herabstürzenden Menschen
Die MI6 Anschläge gegen die Londoner und Madrider U-Bahnen und Busse mit dekorativen Leichen
die Köpfung eines im Irak entführten Ausländers durch als ‘Al – Qaida’ – Leute verkleidete Mitarbeiter einer unbekannten ‘Firma’
sowie weiterer Schnippsel wie
ein Demonstrationsplakat mit der Aufschrift ‘God bless Hitler’
maskierte und unmaskierte ‘Wickelmützen’ mit wie zum Hitlergruß erhobenen Händen
Schnappschüsse von T van Gogh und Zitate von seinem (holländisch sprechenden) Mörder
jede Menge Fotos von maskierten Personen, die wohl ‘Araber’ und ‘Muslims’ darstellen sollen
die sattsam bekannte Mohammed – Karikatur mit der Bombe im Wickelhut
ein auf irgendeiner Straßeszene interviewter Doofkopf mit ‘Wickelmütze’, der sagt, daß jeder Muslim, der vom Glauben abfällt, mit dem Tod bestraft werden müsse
Schlagzeile ‘Jihad gegen Wilders’ im Daily Telegraph (das hätte er sicher gern)
Nix neues.
Das ganze ist so dürftig, so armselig und so lächerlich, daß man sich wirklich nicht fragen muß, warum dieser gewaltige Medienrummel um diesen keine 11 Minuten umfassenden Film. Eben deswegen.
Bekanntheit geht vor Beliebtheit, ist so ein schöner Marketingspruch, nicht wahr?
Im Ernst, schauen Sie sich den Dreck ruhig an, liebe Leser. Es ist eine Ansammlung von suggestiven Bildern, die – wie könnte es anders sein? – im wesentlichen Propagandalügen darstellen, die unter Aufwendung aller Mittel in die Bewußtseine hineingepeitscht werden sollen: der Islam, eine gefährliche, menschheitsbedrohende, judenfeindliche und massakerorientierte Ideologie. Natürlich verbreiten die Massenmedien im Dienste und aufrecht mit dem Kopf im Enddarm der Geheimdienst- und PublicAffairs-Agenturen das selbst auch, aber gewöhnlich in getarnter, dosierter, honoriger, ‘unauffälliger’ Form.
Von: Nemetico
Geposted: Sat 29 Mar 10:39 CET 2008 (ca.)
RSS cached: Tue 8 Apr 2:38 CEST 2008
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Hinweis: „Fitna“ ist von den Urhebern dieses Machwerkes von den angegebenen Links durchweg aus dem Internet entfernt worden. Aufmerksame Beobachter wie „fuckwilders11″ haben ihn aber verewigt (abgesehen von diversen „wilden“ islamfeindlichen Faschisten). Es gibt Versionen zwischen 6 und 16 Minuten, aber durchweg der gleiche Dreck.
Ein legendärer Artikel von Nemetico, der seinerzeit im Politblog und in seinem eigenen Blog November 2007 veröffentlicht wurde. Hintergrund des Artikels war ein Artikel bei SPON aus der Feder von Yassin Musharbash, der es verdient, in die Analen des Journalismus aufgenommen zu werden.
Ich habe den Artikel aus einigen Caches rekonstruiert und der Lesbarkeit halber neu formatiert. Die Links stimmen teilweise nicht mehr und werden durch inhaltlich stimmige ersetzt werden.
Intermezzo:
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Haben Sie schon den neuesten Blockbuster von Al-Qaida Fantasy Productions Ltd. gesehen? Ein Muß für jeden, der auf Action, Blood und Horror steht. Nein, ich habe nur Spaß gemacht. Die Filmproduktionsfirma heißt nicht Al-Qaida Fantasy Productions Ltd, sondern Al – Sahab. Oder so. Ehrenwort!
Das hat uns nämlich der SPON – Märchenonkel Yassin Musharbash verraten, in seinem Artikel vom 7.10.2007. (http: // www . spiegel . de / politik / ausland / 0,1518,504544,00.html)
„Keine 24 Stunden nach den ersten Nachrichten über eine neue Videobotschaft von Osama Bin Laden war es soweit: Der Film und die ersten Übersetzungen fanden ihren Weg an die Öffentlichkeit. Nach der ersten Durchsicht sagen US-Regierungsvertreter, dass sich Bin Laden auf dem Video relativ gemäßigt äußere,“
schreibt Musharbash.
Gemäßigt? Al-Qaida? Hat das vielleicht mit dem Kursschwenk in der us-amerikanischen Irak – Politik zu tun, nicht mehr in den Sunniten die „bad guys“ zu sehen, sondern in den Schiiten (nachdem sich die irakischen schiitischen Parteien als zu renitent und zu wenig kooperativ gezeigt haben)?. Was ich da nur wieder vermute!
Bleiben wir doch bei den „Fakten“.
„Laut CNN sagte der Regierungsvertreter, der anonym blieb, zeitliche Bezüge auf dem Video deuteten darauf hin, dass es erst kürzlich gedreht wurde.“
Ist es nicht sensationell? „Zeitliche Bezüge“. Toll.
Der Film enthält Bezüge auf aktuelle Entwicklungen in Zusammenhang mit dem US-Militäreinsatz im Irak. Das Band hat eine Länge von gut einer halben Stunde. So rief er ( Dr. Mabuse bin Laden, Anm. v. Nemetico) seine Gefolgsleute zu einer Intensivierung des Kampfs gegen die ausländischen Truppen im Irak auf. Er spricht von zwei Lösungen für eine Beendigung des Irak-Kriegs: Die erste sei, damit “fortzufahren, das Töten und den Kampf gegen euch auszuweiten. Das ist unsere Pflicht, und unsere Brüder führen sie aus, und ich bitte Allah, ihnen die Entschlossenheit zu geben und den Sieg zu gewähren”. Die zweite sei, dass die USA ihr demokratisches Regierungssystem aufgeben: “Die Unfähigkeit des demokratischen Systems und die Art und Weise, wie es mit dem Blut der Menschen spielt, ist nunmehr der Welt und euch klargeworden.”
Wenn Musharbashs Nacherzählung eines nacherzählten Videos also zutrifft, stellt „bin Laden“ (welcher von den vielen ist es denn diesmal?) das amerikanische Volk vor folgende Alternativen:
- entweder weiter Krieg gegen „euch“ (die Amerikaner)
- oder “ihr schafft eure Demokratie ab”
Paßt doch, oder? Was anderes ist von einem solchen Erzbösewicht wie bin Laden ja wohl kaum zu erwarten. Und, amerikanisches Volk, wie entscheidest du dich?
Bin Laden verlangt also nicht etwa den Abzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan, dem Irak oder Saudi – Arabien. Nein, es geht um die Abschaffung der amerikanischen Demokratie. Der Rauschebart spielt offensichtlich um hohen Einsatz. Und was soll wohl an die Stelle der amerikanischen Demokratie treten, nach Willen unseres Erzbösewichtes? Die fürsorgliche Diktatur seines alten Geschäftsfreundes Bush vielleicht? Nun, wenn “die Amerikaner” sich diesbezüglich nicht entscheiden können, werden wohl beide Lösungen Wirklichkeit werden? Oder?
Offen gestanden habe ich nach der Lektüre dieser Zeilen erst einmal meinen Drehtabak untersucht, ob nicht irgendein Schelm mir eine kräftige Portion Marihuana untergemischt hat. Oder bin ich aus Versehen auf eine Satire – Seite angelangt?
Nun bin ich ja tatsächlich der Meinung, dass das ganze Al-Qaida-Spektakel eine Inszenierung ist, gewissermaßen eine Coproduktion von CIA, diversen PR- Agenturen und dubiosen Sicherheitsfirmen. Gewisse Leute schelten mich deswegen einen „Verschwörungstheoretiker“. Aber wenn man diese neueste Musharbash – Geschichte liest, hält man sich selbst zunächst für stoned. Kann es denn wahr sein, daß so was allen Ernstes als Nachricht gedruckt bzw. gepostet wird? Gibt es denn wirklich arglose Menschen, die solche Videos für bare Münze nehmen?
Hm, vielleicht sollte man das ganze wirklich humoristisch sehen.
Zum Schluss der an das “amerikanische Volk” gerichteten Botschaft lade Bin Laden zum Übertritt zum Islam ein.
Wie könnte es auch anders sein? Was würden denn unsere ganzen antiislamischen „Volksblogger“ von Ulfkotte über Herre bis zu PI denn tun, wenn ihnen das propagandistische Futter ausginge?
Die Produktionsfirma “al-Sahab”, die seit mehreren Jahren fast alle wichtigen Qaida-Propagandavideos herstellt, hatte gestern Abend auf dschihadistischen Websites ein neues Band des Terrorchefs angekündigt. “Bald, mit der Erlaubnis Gottes: Ein Video vom Löwen, dem Scheich Osama Bin Laden”, hieß es auf einem Werbebanner. In der Vergangenheit hatten sich solche Ankündigungen stets als verlässlich erwiesen.
Al – Sahab besticht also wie Al-Qaida durch ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Ob Propagandavideos oder Autobomben(”Selbstmord”-)attentate, sie kommen stets pünktlich und zuverlässig.
Es ist unwahrscheinlich, dass das Band den US-Regierungsstellen von “al-Sahab” zugespielt wurde.
Aber neeeein. Wer könnte denn auf diesen absurden Gedanken kommen? Ich doch nicht. Sie vielleicht, liebe Leser?
Eher könnte es durch Geheimdienstkanäle oder Terrorforschungsinstitute mit besten Beziehungen an die US-Regierung gelangt sein.
„Geheimdienstkanäle“. Klingt geheimnisvoll, nicht wahr? Riecht nach James Bond. Und „Terrorforschungsinstitute“ gar? Was ist das wohl? Dieser Musharbash ist ein wahrer Sherlock Holmes in Sachen Terror.
Auch das in Washington ansässige SITE-Institut meldete dessen Existenz, und behauptete zudem, das Band sei an das amerikanische Volk gerichtet und werde anlässlich des bevorstehenden sechsten Jahrestages des 11. September 2001 publiziert. Woher diese Informationen stammten, ist bisher unklar.
Ein bisschen spät, was? Wer hat da geschlampt? Was ist überhaupt dieses SITE – Institut?
Spaß beiseite.
Musharbash ist mir ja bestens als orientalischer Märchenerzähler bei SPON bekannt. Als gebürtiger Palästinenser gilt er wohl in Kreisen der publizistischen Elite als „Experte“ in Sachen „Islamismus und Terror“, und als Märchenerzähler macht er seine Sache eigentlich ziemlich gut. Jedenfalls scheint er davon gut zu leben.
Aber dieses Mal muß es Musharbash selbst unheimlich geworden sein bei dieser Story, die er da kolportierte. Er hat nämlich angeblich etwas gemacht, was man sonst von ihm und SPON gar nicht (mehr) kennt: recherchiert.
Zumindest “legt” er es “nahe”.,So fand sich am 9.10.2007 ein neuerlicher Artikel von ihm zum Thema „Al-Qaida“ – Video (http://www. Spiegel .de / politik/ ausland / 0,1518,510261,00.html). Die ganze Story wird nun endgültig vollkommen hanebüchen.
Unter dem Titel:
„Wie US-Beamte eine Qaida-Quelle verbrannten“
Schreibt Musharbash:
Redselig statt zuverlässig: Hochrangige US-Beamte hielten ein ihnen vorab zur Verfügung gestelltes Bin-Laden-Video entgegen der Absprache nicht unter Verschluss. Das war fatal – eine Quelle mit Zugang zu al-Qaidas Propaganda-Abteilung wurde verschüttet.
Eine „Quelle“ wurde „verschüttet“. Spannend. Aufregend. Sensationell.
Wer genau hinsah, der wusste schon seit dem 5. Juli 2007: Das Washingtoner Terrorforschungsinstitut “SITE” muss einen Informanten im unmittelbaren Umfeld von al-Qaida haben. Denn an diesem Tag zitierte SITE aus einer Video-Ansprache des Qaida-Vize Aiman al-Sawahiri, die noch gar nicht auf denüblichen Kanälen des Terrornetzwerks veröffentlicht worden war (…). Eine Anfrage von SPIEGEL ONLINE, woher diese Informationen stammten, beantwortete SITE nicht.
Klar, dass Musharbash sich selbst zu den Leuten zählt, die „genau hinsehen“. Schließlich muß er seine Honorare bei SPON auch wert sein.
Aber was erzählt er uns da? Das „Terrorforschungsinstitut“ SITE „muß“ einen Informanten im unmittelbaren Umfeld von al-Qaida gehabt haben? Klar, muß. Denn wie anders wäre es zu erklären, dass SITE ein Propagandavideo zitieren kann, das noch gar nicht veröffentlicht wurde. Oder gibt es eine andere logische Erklärung dafür?
Gewiß ruht dieser Informant unterdessen mit den Füssen in einem Betonblock auf dem Grunde des Meeres, nicht wahr? Oder er wurde durch Dauervorlesen aus dem Koran zu Tode gefoltert. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Drehbuchschreiber aufgemerkt! Aufregend. Was muß das nur für ein cleveres „Terrorforschungsinstitut“ sein, dass auch und sogar (sogar!) über Informanden bei al-Qaida verfügt! Und was ist Musharbash für ein kluges Kerlchen in seinen Schlußfolgerungen.
Zwei Monate später war es ein zweites Mal so weit: SITE hatte diesmal Zugriff auf ein Tape von Qaida-Chef Osama Bin Laden, bevor es von der Qaida-Produktionsfirma “al-Sahab” publiziert worden war.
Zwar hatte al-Sahab am 6. September 2007 ein solches Tape angekündigt – und auch SPIEGEL ONLINE hatte das entsprechende Werbebanner auf einschlägigen dschihadistischen Websites gefunden und darüber berichtet. Aber SITE berichtete zum selben Zeitpunkt bereits, dass die Botschaft Bin Ladens ” an das amerikanische Volk” gerichtet sein würde….. Diese Information ging aber aus der Sahab-Werbung nicht hervor und ließ nur einen Schluss zu: SITE hatte auch diesmal ein Vorabexemplar der Aufzeichnung. Wieder stellte sich die Frage nach dem Woher, wieder fragte SPIEGEL ONLINE nach – wieder gab es keine Antwort aus Washington.
Menschenskind, Yassin, heiße Story, auf die du da gestoßen bist (abenteuerliches Leben, das er so führen muss). Spann uns nicht auf die Folter! Wie kam SITE zu diesem geradezu magisch anmutenden Vorwissen?
Diesmal aber ging die Geschichte noch weiter – und sollte schlimme Folgen für das SITE-Institut haben.
Oh weh! Jetzt wirds ernst. Oder?
Denn einen Tag später, am 7. September, berichtete CNN plötzlich, dass der US-Regierung ein Vorabexemplar des angekündigten Bin-Laden-Videos vorläge. Schon damals lag nahe, dass SITE die US-Regierung informiert hatte.
Vielleicht liegt auch nahe, dass SITE ohnehin im Auftrag der US-Regierung arbeitet? Den Gedanken müssen Sie sofort wieder verbannen, liebe Leser, denn das bringt Sie auf unartige Gedanken!
Und so war es auch, wie sich heute bestätigte: Die “Washington Post” berichtet, dass SITE an jenem Tag zwei “hochrangigen Beamten” Zugang zu der Aufzeichnung gewährte – freilich unter der Maßgabe, dass diese alles für sich behalten, bis al-Qaida das Video selbst veröffentlicht.
Eine wirklich tolle Geschichte. Könnte aus einem B-Movie aus Hollywood stammen. Ein bißchen wenig Action bis jetzt, aber man könnte bei einer eventuellen Verfilmung ja auf die Idee mit dem Betonklotz zurückkommen.
Die beiden Regierungsvertreter waren aber offenbar genau dazu nicht in der Lage: Innerhalb von nur 20 Minuten versuchten Mitarbeiter gleich mehrerer US-Geheimdienste, das Band von der SITE-Website herunterzuladen (wo es wohl geparkt, aber nicht öffentlich zugänglich war).
Da sieht man, wohin Gier führt. Beamte sind aber auch wirklich das letzte. Vielleicht sollte man den betreffenden Verwaltungssektor besser auch privatisieren /outsourcen? Schließlich ist ja auch schon die “Terrorerforschung” durch Institute wie SITE privatisiert.
Und nicht nur das: Wenige Stunden später wurde das Tape mitsamt einem Transkript an gleich mehrere Medien weitergegeben, berichtet die “Post”. Alles natürlich entgegen der Absprache mit SITE.
Natürlich, natürlich. Oder ist vielleicht nur die Zeitplanung durcheinander gekommen? Oder wurde das Video vielleicht “overbooked”, d.h. mehrere Male verkauft? In der Hotelbranche kann so was fatale Folgen haben.
Die Gründerin von SITE, Rita Katz, erhebt nun schwere Vorwürfe: Die “voreilige Enthüllung”, sagt die gebürtige Irakerin, die lange in Israel lebte, bevor sie in die USA auswanderte, habe al-Qaida gezeigt, dass es ein Leck im Umfeld ihrer Propaganda-Abteilung geben müsse.
Die Enthüllungen über Rita Katz könnten als enthüllend bezeichnet werden. Aber um diese Dame geht es hier ja nicht. Wie nennt sich noch mal die Branche, in der sie arbeitet?
Jahrelange Arbeit, so Katz, sei dadurch zunichte gemacht worden.
Gewissermaßen für die Katz… Ach wirklich? Wie lange braucht man denn für so ein Video? Viele Jahre?
Das SITE-Institut wurde 2002 gegründet und beobachtet vor allem islamistische Terrorgruppen im Internet; dabei gelangen Katz und ihren Mitarbeitern mehrfach spektakuläre Beobachtungen.
Spektakuläre Beobachtungen im Internet. Mit so was läßt sich offenbar Geld verdienen. Was sind das für Beobachtungen? Mit der Videokamera vielleicht auch?
Zu den Kunden von SITE zählen private Firmen, Individuen, aber auch Geheimdienste mehrerer Staaten und andere Regierungsbehörden in- und außerhalb der USA.
Interessant. War also keine bloße Mutmaßung, dass SITE für die US – Regierung arbeitet. Worauf lauten denn die Bestellungen? Worin besteht denn die Liefereinheit? Was kostet denn so eine Videoprod…äh kopie? Ich würde gern mal eine Auftragsbestätigung oder so sehen. Aber seufz, so was kann oder will noch nicht einmal Sherlock Musharbash beschaffen….
Genaueres über die Quelle, die SITE bei al-Sahab oder al-Qaida oder deren gemeinsamen Umfeld hatte, ist natürlich nach wie vor nicht bekannt.
Natürlich nicht. Wenn schon Musharbash nichts weiß, wer dann?
Hatte SITE einen Spion bei al-Sahab eingeschleust? Hat ein Sahab-Mitarbeiter – gegen Geld, aus Eitelkeit oder unwissentlich – SITE frühzeitigen Zugriff auf das Material ermöglicht? Oder war “die Quelle” gar keine reale Person? Auch das ist vorstellbar, falls al-Sahab zum Beispiel, wie einige andere Terrorgruppen, für das Rohmaterial bestimmte Webseiten als “Lagerhalle” verwendete.
Ist er nicht wunderbar, der Yassin? Stellt doch wirklich kluge Fragen. Hätte Agentenroman – Autor werden sollen. Na, bei SPON verdient er sicher besser. Wobei sich noch die Frage stellt, um wessen Lagerhalle es sich da handelte. Domaininhaber und so. Ist gewiß ein Geheimnis – aus Sicherheitsgründen.
Wie auch immer der Zugang beschaffen war: Katz’ Zitate in der “Washington Post” legen nahe, dass die Quelle nunmehr versiegt ist: “Techniken, die aufzubauen Jahre gedauert hat, sind jetzt ineffektiv und wertlos”, sagte sie der Zeitung.
Oh, Musharbash wird vorsichtig. Die Zitate von Katz „legen nahe“, dass die Quelle versiegt ist. Die Vorsicht ist angebracht. Angenommen, Katz & Co hätten die Videos selbst…. Pssst, so was sagt man nicht! So was darf man noch nicht mal denken!
Es ist wohl kaum zu bestreiten ist, dass die beiden redseligen US-Beamten bei diesem Quellen-Verlust eine unrühmliche Rolle spielten.
Klar, Beamte sind geduldig und loyal. Im Zweifelsfall nehmen sie jede Schuld auf sich. Sie bleiben ja auch ungenannt.
Allerdings bleibt auch richtig: Wer die wenigen Andeutungen auf SITEs eigener Website richtig interpretieren konnte, der konnte auch schon im Juli vermuten, dass das Institut über einen exklusiven Zugang zu dem Qaida-Material verfügte.
Seufz. Für wie beschränkt und vernagelt halten uns diese Herrschaften allesamt eigentlich? Vor einiger Zeit machte ich mir die Mühe, mit freundlicher Unterstützung selbst einmal in sogenannten dschihadistischen Websites herumzuschnüffeln (pony_huetchen weiß, was ich meine). Ein gültiger Account fand sich als „vom Lastwagen gefallen“ (”Hacken” war unnötig) und ich konnte eine in perfektem Deutsch gehaltene Webseite durchschnüffeln, wo sich downloadfähig komplette Al-Qaida-Statements fanden, aus denen in der Tat durch diverse Presseorgane wörtliche Passagen zitiert wurden („aus einem Al-Qaida-Dokument, das der Redaktion vorliegt“. Gähn. Und was soll ich von Websites gewisser „Sicherheitsfirmen“ halten, die ihren Kunden glaubhaft anbieten, jedes nur denkbare mediale Statement jeder nur denkbaren Terrororganisation „zu beschaffen“? Um nicht missverstanden zu werden: ich glaube nicht, dass solche „Firmen“ auch die selben sind, die dann wirklich Autobomben konstruieren und hochjagen. Dazu gibt es sicherlich andere, geeignetere „Firmen“. Aber Videos zu produzieren, die seltsame Rauschebärte mit seltsamen Namen wie „der Ägypter“ (al-masri), „der Libyer“ (al-libi), „der Bagdader“ (al-bagdadi) präsentieren, ist auch eine sehr spezielle, verantwortungsvolle Aufgabe in unserer arbeitsteiligen, globalisierten Welt, nicht wahr?
Beruhigend an Musharbashs Märchenartikel fand ich zwei Leser – Kommentare von unbekannter Hand, die ich Ihnen nicht vorenthalten will:
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Talpa schreibt:
Osama bin Goldstein lässt grüssen
Dass “SITE” sehr eng mit dem Pentagon zusammenarbeitet und die OBL-Videos gleich selbst produziert, diese Idee ist dem Schreiberling nicht gekommen?
Schon komisch, dass SITE OBL-Material veröffentlicht, bevor das Original erscheint.
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Chrizmo schreibt:
Selbst produziert ?
Ähm ja, das SITE, ein in Web-Kreisen hochgeachtete und Weltbekannte Institution GEGEN Terrorismus die Al-Quaida Videos mit Botschaften von Bin Laden selber produziert ist natürlich die einleuchtendste Erklärung @Vorposter oO
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Der Rest hat es immer noch nicht begriffen. Aber es ist noch Hoffnung.
Nachtrag:
Natürlich ist es unwahrscheinlich und “nicht naheliegend”, daß SITE ALLE angebotenen Videos selbst produziert. Das wäre in der Tat wohl zu teuer.