Habt ihr das alles vielleicht selbst gemacht?

Artikel erschienen am 31.3.2008

Habt ihr das alles vielleicht selbst gemacht?

Hurra, Broder hat wieder einen Artikel im SPIEGEL geschrieben! Einen Essay zu dem faschistischen Filmchen ‚Fitna‘ von Geert Wilders.Geert Wilders sei kein Faschist, sondern ‚radikaler Liberaler‘, schreibt Broder. Köstlich. Warum ich mich darüber freue?

Weil Broder einfach genial ist. Ich weiß natürlich schon, was er schreibt und ich ahne natürlich, von wem er vermutlich letztendlich bezahlt wird.

Aber im Sinne seiner Auftraggeber ist er längst eher eine lahme Ente als ein Shooting Star, nein, besser ausgedrückt: er ist unfreiwillig eine Art suversives Trüffelschwein, das die Pilze selbst dort aufspürt, wo niemand sie mehr vermutet, oder auch eine Art Plappermaul des Imperiums, der längst mehr ausplaudert als einlullt, so wie es eigentlich gewünscht ist.

Ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwierig ist, nach strikten transatlantischen Vorgaben einen Leitartikel zu schreiben.

Was von Ihrem Artikel, Broder, haben Sie selbst gemacht?

Nur so ne Frage nebenbei.

Seine Patzer sind legendär, etwa als er ausplauderte, dass die sogenannte „öffentliche Meinung“ gerade mal von 200 Personen in Deutschland „gemacht“ wird.

Unvergessen auch, wie Broder unvermutet den Fall Möllemann der Vergessenheit entriss. Da konnte man ja endlich mal wieder nachlesen, was in dessen „antisemitischen“ Flugblatt so alles wirklich stand und über seine mehr als seltsamen Todesumstände nachdenken.Oder Broders Weihung der letzten absoluten Monarchien dieser Welt zu „gemäßigten arabischen Staaten“. Broder nannte den saudischen König den ‚guten Mann von Riad‘.

Insofern werden sie auch meinen inneren Jubel verstehen, als ich auf den Seiten des neoliberalen Boulevardblattes SPIEGEL entdeckte, dass Broder endlich endlich wieder einen Artikel geschrieben hat. Wenn man einen Broder – Text liest: die Dinger sind tatsächlich eine flächendeckende riesige offene Wunde. Ein wahrer Flickenteppich propagandistischer Patzer.
Ich war mir sicher, dass er mich nicht enttäuschen würde. Und er hat mich nicht enttäuscht.

Aber was ich dazu zu schreiben habe wird wohl dem Broder und erst recht den „höheren Chargen“ hinter dieser skurrilen Figur deutschen Journalismus möglicherweise alles andere als in den Kram passen.
Also nehmen wir Broders Lobeshymne auf den Faschisten Wilders einfach unter die Lupe.

Geert Wilders mag vieles sein – selbstbewusst bis an die Grenze der Eitelkeit, borniert bis an den Rand der Selbstaufgabe. Ein ‚Rechtspopulist‘ ist er nicht.

Erstens ist er ein radikaler Liberaler, zweitens ist das, was er gerade macht, extrem unpopulär.

Nun ja, Broder, ein bisschen lau. Geert Wilders ein „radikaler Liberaler“? Lach. Netter Versuch. Lachen ja die Hühner.

Am 8. August 2007 forderte Wilders in einem Leserbrief an de Volkskrant[3] ein Verbot des Korans in den Niederlanden. Er bezog sich dabei auf eine Rede der italienischen Islamkritikerin Oriana Fallaci, die die Existenz eines „gemäßigten Islam“ bestritt und die These vertrat, islamistische Gewalt sei nicht Folge eines Missbrauchs dieser Religion, sondern leite sich unmittelbar aus dem Koran ab, der deshalb mit Adolf Hitlers Grundlagenwerk Mein Kampf zu vergleichen sei. Wilders schloss daraus, dass der Koran zu verbieten sei, da er „Muslime in verschiedenen Suren dazu aufruft, Juden, Christen, Andersgläubige und Nichtgläubige zu unterdrücken, zu verfolgen oder zu ermorden, Frauen zu schlagen und zu vergewaltigen und mit Gewalt einen weltweiten islamischen Staat zu errichten“.[3]

(wikipedia )

Nun, das vorausgesetzt müsste Wilders logischerweise auch die Bibel und den Talmud verbieten lassen, da beide zu großen teilen identischen Werke in zahlreichen Versen dazu aufrufen, Polytheisten, Andersgläubige, Fremdrassige und Nichtgläubige zu unterdrücken, zu verfolgen und zu ermorden, Frauen zu schlagen und zu vergewaltigen und mit Gewalt einen weltweiten jüdischen bzw. christlichen Staat zu errichten. Brauchen wir dazu Bibelstellen, Broder? Oder Wilders? Oder decken wir lieber gleich den Mantel der christlichen Nächstenliebe über dieses Kapitel? Können wir das Thema damit abhaken?

Infolgedessen müssten die Niederlande das „faschistische Buch“ Koran verbieten und für Muslime einen Einwanderungsstopp verhängen. Außerdem erneuerte er die nach seiner Wahl ins Parlament bereits von ihm aufgestellte Forderung, den Bau weiterer Moscheen im Lande zu verbieten.[3]

(wikipedia )

Broder, ich bin ja nun wirklich kein „Liberaler“, aber die geforderte Aufhebung der Religionsfreiheit kann beim besten Willen nicht mehr als „liberal“ bezeichnet werden.

Wo die Freiheit des Einzelnen berührt wird, habe jede, auch die staatliche Gewalt zu enden – der Staat habe nur dann einzugreifen, wenn die Freiheit der Individuen verletzt wird. Seine Rolle habe sich vorrangig auf den Erhalt von Recht und Freiheit zu beschränken.

So jedenfalls die „liberale Selbstwahrnehmung“ (irgendwo in wikipedia). Mithin wäre das Verbot von Koran, Bibel und Thora eindeutig antiliberal.

Ok, haken wir das Thema also insgesamt ab. Wilders ist kein „Rechtspopulist“, sondern ein ganz gewöhnlicher Faschist. Punkt.

Doch halten wir uns nicht mit solchen Kleinigkeiten auf. Gewiß stürzen sich die meisten Broder – Rezensenten auf derartige Klöpsen, mit denen Broder seine Leser schocken will. Dabei übersieht man allerdings gern, daß und was Broder eigentlich gern vertuschen möchte,.

Weiter also Broder.

Das Label ‚Rechtspopulist‘ hat heute die gleiche diffamierende Qualität wie ‚Kommunist‘ in den fünfziger und sechziger Jahren, ‚Faschist‘ in den Siebzigern und Achtzigern oder ‚Klimaleugner‘ heute.

Oder Holocaust – Leugner, Antisemit, usw., was? So nennt er ja unterschiedlos alle Menschen, die etwa die massakermäßige Gewaltpolitk des israelischen Staates kritisieren. Gelle, Broder?

Vielleicht hat „Broder – Leser“ oder „Broder – Jünger“ schon morgen auch diese „diffamierende Qualität“, etwa als Synonym für ***aus rechtlichen Gründen zensiert***.

Spaß beiseite. Es wird jetzt ernst mit Broder.

Falls fanatische Moslems wegen Wilders“ Film ‚Fitna‘ ausrasten, liegt es also nicht daran, dass sie ein gestörtes Verhältnis zur Religions- und Meinungsfreiheit haben, sondern daran, dass sie von Wilders beleidigt und provoziert wurden.

Die Frage

Warum rasten fanatische Moslems aus?

Ist höchst interessant. Wir werden darauf zurückkommen.

Zunächst erfahren die Leser von Broder, dass es höchst gefährlich ist, sich diesen Film anzusehen, weil sie sonst von Moslems geköpft werden könnten; oder so:

…wobei er (ein Fernsehmoderator, den Broder gerade beschimpft, weil er seiner Ansicht nach zu weicheimäßig ist) zu erwähnen vergaß, dass zu diesem Zeitpunkt ‚Fitna‘ bereits nicht mehr auf dem Videoportal ‚Live Leak‘ zu sehen war (mehr…)

Ach Gottl. Ich wies ja schon darauf hin, dass ich diese Aktion für eine gelungene PR – Aktion der Regisseure dieser Kampagne halte. „lifeleak“ hätte offiziell natürlich aus lauter Angst, und nicht als PR-Gag und um ihn zu promoten, den Film von seiner Website genommen. Wers glaubt, der sollte mal zum Nervenarzt gehen. Meine Meinung.
Weiter Broder. Er rast über die Schlaffheit der anderen neoliberalen Propagandatröten in Medien und TV.

Abgesehen davon, dass es ein wenig übertrieben scheint, jemand umzubringen, nur weil er einen ‚Fehler‘ gemacht hat – kann man Tatsachen anders als einseitig zeigen?

Ist das nicht wieder ein genialer Satz von unserem Broder? „Tatsachen“ kann man also – gefolgert – nur „einseitig zeigen“. Genial. Eine wahre Pracht von Schw…. Reif für eine zeitlose Zitatesammlung „Die dümmsten Sprüche der Weltgeschichte auf 20 Seiten“.

Gibt es zu dem Mord an Theo van Gogh, der Enthauptung von Daniel Pearle, der Hinrichtung einer Frau im Stadion von Kabul, dem Aufhängen von Homosexuellen und dem Steinigen von Ehebrecherinnen in Iran eine Perspektive, die nicht einseitig wäre?

Behalten Sie diese Fragestellung im Auge, liebe Leser!

Nun, damit wir wissen, wovon wir reden, hier ist erst einmal dieser „umstrittene“ Film.

Schauen Sie ihn sich erst einmal in Ruhe an, er dauert nicht lang, keine 11 Minuten. Oh, Sie fragen, wo man diesen Film denn findet, wenn schon lifeleak vor lauter Schiß vor „Attentaten“ gegen seine „Mitarbeiter“ ihn vom Netz genommen hat?

SPIEGEL gibt Rat :

Man kann nur darüber spekulieren, wo Wilders“ Film zumindest auszugsweise einen Niederschlag findet. Ein guter Tipp ist: In den Propaganda-Videos fanatischer Islamisten.

Rasender Bullshit. Wieder mal eine journalistische Glanzleistung unseres „Leitmediums“, als ob der Peinlichkeiten nicht schon genug wären. „Fitna“ ist in mehreren Ausgaben leicht auf Youtube zu finden.

Hier ist er:

Hier der Link, falls das embedded video nicht funktioniert.

Fertig?

Schön. Dann wollen wir mal „im Lichte“ (lach) von Broders „Essay“ das gesehene mal in Ruhe besprechen.

Gibt es zu dem Mord an Theo van Gogh, der Enthauptung von Daniel Pearle, der Hinrichtung einer Frau im Stadion von Kabul, dem Aufhängen von Homosexuellen und dem Steinigen von Ehebrecherinnen in Iran eine Perspektive, die nicht einseitig wäre?

Was ist Ihnen von diesen 11 Minuten im Gedächtnis hängengeblieben, liebe Leser? War da nicht noch was anderes?

An die Hinrichtung einer Frau im Stadion von Kabul, das Aufhängen von Homosexuellen und das Steinigen von Ehebrecherinnen in diesem Film kann ich mich jetzt andererseits nicht erinnern.

Schauen Sie sich den Film ruhig noch einmal genau an, Sequenz um Sequenz.

War nichts mit hängenden Homosexuellen, Stadion von Kabul und gesteinigten Ehefrauen, nicht wahr?

Dafür aber jede Menge Filmaufnahmen vom Attentat auf das World Trade Center 11.9.2001, sowie die Anschläge gegen U – Bahnen und Busse in London und Madrid, dann dieses kleine Mädchen usw ….

Seltsam.

Warum erwähnt Broder diese spektakulären Szenen nicht, mit den dekorativen zerfetzten Leichen? Und stattdessen faselt er von Hinrichtung im Stadion von Kabul, aufgehängten Homosexuellen und dem Steinigen von Ehebrecherinnen. Was im Film gar nicht vorkommt.

Seltsam, finden Sie nicht?

Dabei wäre es doch DER KNÜLLER, noch einmal an das Jahrhundertverbrechen 911 zu erinnern. DEN ‚Kriegsgrund‘ für die Invasion in Afghanistan. Broder lässt sich diese Gelegenheit entgehen? Warum?

Hat Broder den Film etwa gar nicht gesehen?

Nun, das ist schon gut möglich. Das sind Mediensöldner seines Schlages ja durchaus gewohnt, von Dingen zu schwätzen, von denen sie eigentlich keine Ahnung haben.

Aber trotzdem seltsam, dass ausgerechnet 911 und die Attentate von London und Paris, die im Film in längeren Ausschnitten dargestellt werden, von Broder mit keiner Silbe erwähnt werden. Mit reiner Borniertheit und Ignoranz von Broder kann das nicht erklärt werden, selbst wenn gewiß richtig ist, dass er oft nicht die geringste Ahnung von dem hat, worüber er schreibt.

Ein solches Detail ist auch nicht ganz unwichtig, schließlich ist der Film ja DER MEDIENHYPE. Und Broder schreibt drüber .

Nun wissen meine Leser ja, dass zum „Wahrnehmungsmanagement“ der imperialen Propaganda AUCH gehört, über gewisse Dinge nicht oder nicht mehr zu reden. Und andere ins „Wahrnehmungsfeld“ zu rücken.

So wurde es der Eva Herrmann zum Verhängnis, dass sie von der guten alten Familie geschwärmt hatte, wo der Mann noch allein für die ganze Familie arbeiten ging und das Geld auch noch für alle reichte. Wie, das war mal möglich? Darüber spricht man aber nicht! Ab in die Nazi – Ecke! Mediale Hinrichtung zur Strafe!

Hm, schon seltsam, dass Broder über 911 und die U-Bahnattentate NICHT spricht, obwohl gerade diese beiden Ereignisse gewissermaßen, vom „Schockeffekt“ her, den eigentlichen zentralen Knüller des Machwerks von Wilders darstellen.

Soll man vielleicht darüber nicht mehr sprechen sollen?

Na, Broder? Kuckuck!

Ich meine 911 und die U – Bahn – Attentate in London und Madrid (’77‘ ).

Hat das vielleicht damit zu tun, dass die Vermutung, dass beide Ereignisse False – Flag – Attentate imperialer Geheimdienstapparate darstellten, sich im Laufe der Jahre für viele aufmerksame und politisch wache Menschen allmählich zur Gewissheit verdichtet hat?

Wäre zumindest ein schlüssiger Gedanke. Nicht mehr drüber reden wäre dann die beste Taktik.

Es könnte ja ein Leser auf den Gedanken kommen, sich etwa doch noch mal den Film „Terrorstorm“ von Alex Jones anzuschauen und zu erschrecken bei einiger Fakten etwa über die U-Bahn- Attentate.

Schauen Sie sich den Film an, falls sie ihn nicht kennen, es lohnt sich.

Oder es kämen doch noch einige Leser auf den Gedanken, sich mit 911 zu beschäftigen und dabei u.a. auf den unfassbaren Fakt zu stoßen, dass runde 8 Stunden nach dem Einsturz der WTC – Zwillingstürme in einer offensichtlichen kontrollierten Sprengung auch das etwas abseits gelegene WTC 7 einstürzte, ohne daß je ein Flugzeug in das Gebäude eingeschlagen wäre.

Quelle: http://www.911inplanesite.com

Vielleicht stoßen gar noch einige auf die seltsame Geschichte, dass BBC den erfolgten „Einsturz“ des WTC 7 im TV verkündete, noch ehe er stattfand, und das, während hinter der Reporterin jenseits des Fensters das Gebäude gut zu sehen war.

Vielleicht würden sich Menschen, die das bisher noch nicht getan haben, sich mit der Frage beschäftigen, wie 300 Meter hohe Stahlkonstruktionen sich angeblich aufgrund halb erloschener Brände innerhalb von Sekunden vollständig in Staub auflösen können.

Ach, und da gibt es so unsagbar viele seltsame Fakten. Das führt jetzt zu weit. Man redet halt besser nicht mehr drüber.

Liebe Leser, jedem Menschen, der sich bisher näher mit den Fakten des 911 beschäftigt hat, erscheint die von der Bush – Regierung verkündete Version (sogenannte SURPRISE – ‚Theorie‘ ) der Ereignisse als die abstruseste und absurdeste von allen. Je mehr man sich mit der Materie und ihren harten Fakten beschäftigt, um so mehr. Aber alle Erklärungsmuster, die nach Ockhams Rasiermesser schlüssig auf diese insgesamt höchst seltsamen Ereignisse gegeben werden können , lassen einem das Blut in den Adern gefrieren.

Es ist – aus Sicht Broders und der „höheren Chargen“ über ihm – wirklich besser, wenn darüber besser nicht mehr gesprochen wird. Es gab so viele Pannen mit diesem Thema….

Habt ihr das vielleicht selbst gemacht und dabei an euer Geld gedacht?

Link zu diesem musikalischen Intermezzo

Statt also über 911 und die U-Bahnattentate zu reden (was sich ja anbieten würde, da diese spektakulären Ereignisse bekanntlich „Al-Qaida“ und ‚dem Islam‘ in die Schuhe geschoben wurden), schwallt und schwätzt Broder über hängende Homosexuelle, Hinrichtungen im Stadion von Kabul und gesteinigte Ehebrecherinnen – alles Ereignisse, die sicher tatsächlich stattgefunden haben, aber im Film „Fitna“ gar nicht vorkommen.

Ist doch wirklich seltsam, oder? Zufall?

Die Wissenderen unter Ihnen, liebe Leser, werden natürlich sagen: gar nicht seltsam.

Dann ist angeblich „Fitna“ auch nur noch auf islamistischen Webseiten zu finden (welch ein Bullshit!), und so kann sich nach Broders Geschwätz (Steinigung, hängende Leichen) eben jeder von Broders Lesern seinen eigenen Horrorfilm im Kopf machen. Kopfkino sozusagen.

So hat er sich das vielleicht gedacht, der Broder.

Und die Chargen über ihm.

„DEBATTE UM WILDERS-VIDEO“

soll das auch noch sein.

Höchstens für vollkommen Verblödete und Hirngewaschene, die von nichts was in der Welt vorgeht eine Ahnung haben.

Doch lesen wir weiter in Broders „Essay“, wie er an die „traditionellen Eliten“ mit ihrem (lach, wieher) „herrschenden Konsens“ appelliert, sich seiner Hetze gefälligst anzuschließen.

Aber Wilders hat sich noch eines anderen Vergehens gegen den herrschenden Konsens schuldig gemacht. Er hat das Gesetz des Handelns an sich gezogen, agiert statt reagiert. Seit er seinen Film vor drei Monaten ankündigte, bestimmt er selbst den Lauf des Diskussion, treibt er seine Gegner vor sich her.

Wer wen vor sich her treibt, werden wir noch sehen, Broder.

Wohl niemand wäre überrascht gewesen, wenn Wilders das Spiel mit dem Geständnis beendet hätte, dass es den Film gar nicht gibt.

Orakelt Broder weiter. Er meint wohl, weil lifeleak „aus Angst“ den Film aus dem Verkehr gezogen hätte, würde ihn niemand mehr zu zeigen und anzuschauen wagen. Und sich lieber dem Kopfkino hingeben, das die Suggestionen der Medien erzeugen wollen.

Nun, liebe Leser, Sie haben sich ihn ja hoffentlich angeschaut, diesen ‚Fitna‘ – Dreck.

Daß der Film ganz in der Methode von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ eine „islamistische Weltverschwörung“ behauptet, so wie der selige Adolf, der ja zeitweise auf der Gehaltsliste der gleichen Plutokraten – Sippe (der Sippe Bush) stand wie gewisse „Autoren“ (Namen mal ungenannt) unserer Mainstreampresse, eine „jüdische Weltschwörung“ behauptete , brauchen wir hoffentlich nicht zu diskutieren. Und dass das ganze schlicht Hetze und Diffamierung genannt werden darf, sollte wohl auch jedem gesunden Menschen klar sein. Es handelt sich um einen in jeder Hinsicht faschistischen Film, vergleichbar dem „ewigen Juden“ und anderen Machwerken dieser Art.

Fakten sind auch gewiß nicht die Stärke von Broders Schreibe. Das ist auch nicht seine Aufgabe. Er warnt vor ‚Weicheiertum‘ und mahnt zur Härte.

Es waren Töne, auf die man manchmal vergeblich wartet, wenn Islamisten zum Dschihad aufrufen, Fanatiker Ungläubige massakrieren oder Holocaust-Leugner Konferenzen veranstalten. Denn der einzige Zweck all dieser Exerzitien war es, eine Wiederholung der Ereignisse von 2006 zu vermeiden, als ein Dutzend harmlose Mohammed-Karikaturen einen Flächenbrand der Empörung von Jakarta bis Rabat auslösten. Damals riefen viele Politiker, unter ihnen Claudia Roth, zur ‚De-Eskalation‘ auf.

Aha! Die Grünen sollen sich also nicht so zieren und auch zum Kreuzzug aufrufen, umweltschonend versteht sich.

Ereignisse 2006?

Remember 2006!

Was war da?

„ein Flächenbrand der Empörung von Jakarta bis Rabat“ wegen der dämlichen dänischen Mohammed – Karikaturen.

Wußte ich’s doch, dass Broder ein genialer Stichwortgeber ist. Weiter also.

Der Aufruf richtete sich nicht die Brandstifter, die dänische Fahnen verbrannten und Botschaften verwüsteten, sondern an die Europäer, die ratlos dem Treiben der Gotteskrieger zusahen, besorgt, nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen.

Danke Broder! Schauen wir uns also an, wer die moslemischen „Brandstifter“ von 2006 waren, die die „westliche Welt“ mit ihren „Werten“ in Angst und Schrecken versetzten.

Dank Internet können wir das nämlich nachvollziehen.

Nehmen wir nur ein sehr markantes und medial ausgeschlachtetes Ereignis.

Moslems stürmen dänische Botschaft

Überfliegen Sie den Artikel kurz und erinnern Sie sich, dass eine Organisation namens FPI diesen Botschaftsturm in Djakarta ausgeführt hat.

Diese FPI ist aus anderen Ereignissen durchaus wohlbekannt. Es handelt sich um eine sehr kleine Gruppierung, deren Charakter man mit Fug und Recht als faschistisch bezeichnen darf.

Meist ungehindert von der Staatsmacht, organisieren die radikalen Schlägertrupps der FPI immer wieder Übergriffe auf ihrer Meinung nach unmoralische Einrichtungen – sei es eine Kunstausstellung mit Aktbildern oder die Redaktion des indonesischen Playboy.

Quelle

So ist bei uns selbst die NPD nicht drauf.

Der indonesischen Schönheitskönigin Nadine Chandrawinata steht nach dem Miss-Universum-Wettbewerb Ärger ins Haus. Ihr Auftritt im Bikini hat der jungen Frau in ihrem Heimatland eine Anzeige eingebracht. Eine muslimische Gruppe hält den Zweiteiler für unanständig und alarmierte die Polizei.

Quelle

Und wer war das? Dreimal dürfen Sie raten. Die FPI. Front der Verteidiger des Islam (Front Pembela Islam – FPI)

Die Gruppe wird auch als terroristische Vereinigung bezeichnet. Bekannt wurde sie auch durch Attacken auf die indonesische Ausgabe des Playboy, allerdings ohne deren Vertrieb wirklich beschädigen zu können.

Interessant sind die Hintergründe dieser wenige hundert Mitglieder umfassenden faschistischen Organisation. Ein Robert Hefner klärt über die Hintergründe der islamistischen extremen Rechten in Indonesien auf.

Hefner trifft eine wichtige Unterscheidung zwischen den militärnahen und den eher unabhängigen islamistischen Gruppen. FPI (Front Pembela Islam) und Laskar Jihad gehörten zu den ersteren, der Majelis Mujahidin Indonesia (MMI) und Jemaah Islamiyah zu den letzteren. FPI und Laskar Jihad stehen in der Tradition der islamistischen Milizen, die von General Feisal Tanjung, Prabowo Subianto und anderen Offizieren der „grünen Fraktion“ des Militärs noch in den letzten Monaten des Suharto-Regimes aufgestellt wurden. Teile des Militärs waren direkt in die Gründung von FPI und Laskar Jihad, ihre militärische Ausbildung und ihre Versorgung mit Waffen involviert. George Aditjondro hat in seinem Artikel „Financing Human Rights Abuses in Indonesia“ (http://www.koteka.net) außerdem auf die finanzielle Verstrickung des Suharto-Clans in die islamistische Gewalt auf den Molukken hingewiesen.

Jedoch war an der Gründung der FPI auch General Wiranto (von der „Wiranto-Fraktion“… (George Aditjondro)) beteiligt.

Interessant, nicht wahr? Eine ‚Privatarmee‘ der indonesischen Armee sozusagen.

Während die Führungskader der FPI überzeugte Islamisten waren, bestanden die einfachen Mitglieder oft aus arbeitslosen Jugendlichen, die gegen Bezahlung angeheuert wurden, was die FPI in die Nähe des „premanisme politik“/“rent-a-mob“-Phänomens rückt („organized political-cum-criminal syndicates” ). Für eine enge Verbindung mit islamistischen Hardlinern im Militär spricht auch die prompte Auflösung beider Gruppen („wie auf Befehl…“ nach dem Bali-Anschlag. )

Hochinteressant, finden Sie nicht?
Meine Güte.
‚Rent-a-mob‘.
Witzig, wenn das ganze nicht so gräßlich und perfide wäre.
Bali auch noch.

Diese Schlägerorganisation FPI ist also gewissermaßen eine SA des gestürzten Suharto – Regimes in Indonesien, welches seinerseits 1965 aufgrund eines CIA – Putsches und unter Massakrierung von 500000 bis 1 Million Menschen die Macht ergriff. Suharto war stets der ‚gute Mann‘ des US – Imperiums in Indonesien.
Dieses (außerordentlich blutige und korrupte) Suharto – Regime war stets engster Verbündeter der USA gewesen, und es kann nicht der geringste Zweifel daran bestehen, dass diese FPI und ihre Nachfolgeorganisationen als verlängerter Arm des US – hörigen indonesischen Militärs auch heute immer noch ziemlich exakt auf die Kommandos aus Langley (Sitz der CIA) oder untergeordneten Instanzen hört.

So sieht es also aus mit dem „Flächenbrand der Empörung von Jakarta bis Rabat“.
Sonst noch Fragen?

Was werden wir noch finden, wenn wir da weiter nachgraben?

Habt ihr das vielleicht alles auch selbst gemacht?

Danke, Broder, danke danke danke! Das war fast so genial, ja eigentlich noch genialer wie die Sache mit Möllemann.

Dieser „Essay“ ist wirklich eine Fundgrube.

Habt ihr das vielleicht alles selbst gemacht?

Stöbern wir noch nach weiteren Schweinereien äh Trüffeln in Broders Elaborat?

Mal sehen.

Theo van Gogh

Wie wäre es noch mit folgener Trüffel?

Ein zentrales Thema des Films „Fitna“ ist ja auch die Ermordung von Theo van Gogh ?

Oh nein, was sehe ich, wir werden schon wieder fündig.

Der Mörder von T van Gogh ist ein gewisser Mohammed Bouyeri.

Dieser wiederum gehörte einer seltsamen „islamistischen“ Hofstad-Gruppe an. Hofstad – Gruppe? Google dich klug, durchschau Lug und Trug.

Hier einige erste Informationen über diese Gruppe

Nun, was hat es mit dieser –offensichtlich terroristischen – Gruppe auf sich?

Richtig, es wurde behauptet, dass diese Gruppe vom hollandischen Geheimdienst AVID unterwandert war.

Gut geraten. Wie kommen Sie darauf?

Ein gewisser Louis Seveke, ein investigativer Journalist aus der Squatterszene, hat diese Thesen geäußert und darüber anklagend geschrieben.

Leider ist er 2005 überraschend gestorben.

Hm, und woran ist Louis Sévèke 2005 so überraschend verstorben?

Richtig, er wurde erschossen.

Ein Martinus Hendrikus T. gestand vor der spanischen Polizei den Mord. Opfer und Täter kannten sich aus der Hausbesetzerszene. Angeblich hatte Sévèke den Martinus beschuldigt, Informand des Geheimdienstes zu sein, und hatte deswegen Rachemotive. Andere wieder bestreiten diese Darstellung.

Seveke hatte einen Artikel mit folgendem Titel geschrieben:

Wenn die Regierung schon Terror orchestriert, sollte sie offener damit sein

Unter vielen Beispielen schrieb er kritisch über den letzten Schnitzer des holländischen Geheimdienstes AIVD (Algemene Inlichtingen en Veiligheids Dienst) , welcher anscheinend, wie einige andere ‚Dienste’ seine eigene Fake – Alquaida – Terrorgruppe betreibt, mit dem Namen Hofstadgroep (Hauptstadtgruppe).

Einschließlich des Fakes ‚Terror über Webseiten verbreiten’, welchen sie benutzen können und mit CIA und/oder Mossad Desinformationseinheiten im Internet teilen, benutzbar wenn sie darum bitten.

Die aktuelle Situation in Holland beschreibend notierte Seveke „Das ist ihre normale Arbeitsweise“ in seinem letzten NRC – Artikel.

(NRC ist das holländische ‚Handelsblatt’, für das Seveke unter andem schrieb)

Er stellte fest, daß einer dieser AIVD – Maulwürfe – Ali B. in dieser ‚Militanten Moslemgruppe’ wahrscheinlich (?) ein ‚Agent provokateur’ ist, der laut Seveke und dem Holländischen TV Netwerk „Handgranaten in eine gefährlich Gruppe geliefert!“ : Handgranaten, die er heimlich Agenten des Geheimdienstes AIVD bekommen hatte. Dieselben Handgranaten verwundeten einen andere Polizeioffiziere, als diese ein ‚Terrorist Safe House’ stürmten – nach einem üblichen Tip von „unbekannt“.

Um Ali Bs Tarnung wieder herzustellen – und in einer ziemlich unintelligenten Art im Versuch, Ali Bs Status als Terrorist zu halten – verhaftete der gleiche AIVD – Agent einige Tage später – mit einer Menge orchestrierter Publicity – den Mann (Agent Provokateur), als zu viele Fakten bekannt geworden waren.

Lesen Sie den Artikel ruhig auch noch im englischen Original, ich bin kein so guter Übersetzer.

Quelle: http://www.indymedia.org.uk/en/2005/11/328003.html

Starker Tobak. Wer hat noch mal gleich Theo van Gogh umgebracht?

Sehr seltsam das alles. Finden Sie nicht, liebe Leser? Den Broder brauch ich nicht zu fragen, der sagt nichts dazu. Der träumt von hängenden Leichen und Steinigungen.

Kürzlich wurde Martinus Hendrikus T., der Mörder, zu lebenslänglich Zuchthaus wegen des Mordes an Louis Sévèke verurteilt.

Schauen Sie auch mal in den wikipedia – Artikel zu Louis rein:

http://en.wikipedia.org/wiki/Louis_Sévèke

Zuletzt vor seinem gewaltsamen Tod hatte also Seveke behauptet, Hollands Geheimdienst habe eine islamistische Terrorzelle um den Mörder des Regisseurs Theo van Gogh mit Waffen versorgt, nämlich diese Hofstad-Gruppe.

Hm. Ist doch interessant.
Meine Güte, Broders Essay ist ja in der Konsequenz geradezu subversiv. Auf was der so alles aufmerksam macht.

Doch zurück zu unserem netten faschistischen Filmchen „Fitna“, mit dem wir uns sehr gern weiter „inhaltlich auseinandersetzen“ (Broder).

Kleiner Gag am Rande. Ein Ausschnitt des Films zeigt, wie die Leiche eines amerikanischen Soldaten durch Straßen geschleift wird. Es handelt sich bei den Schleifern um Milizionäre des somalischen Kriegsherrn Aidid († 1996), dessen Partei USC heute mit den USA verbündet ist. Aber wen interessieren schon solche Details?

Die Enthauptung von Daniel Pearl und Nick Berg

Dann war da doch noch was anderes im Film, was Broder erwähnt, das mit der Enthauptung eines gewissen Daniel Pearl (der schrieb sich nicht Daniel Pearle, Broder; pass doch auf, Mensch!) . Grässliche Szene. Pure Barbarei.

Wie war das noch mal?

Der US – Amerikaner Daniel Pearl wurde (irgendwo in Pakistan) vor laufender Kamera von Vermummten brutal umgebracht.

Daniel Pearl war sehr gebildet und ein begabter Journalist. Seine Artikel waren typisch für die Schizophrenie des Wall Street Journal, dessen reaktionäres Gekeife in Leitartikeln und Kommentaren oft von den gewissenhaften Berichten seiner besten Reporter widerlegt wird. Pearl bewahrte eine objektive und unabhängige Haltung gegenüber den Ereignissen, über die er berichtete, und stellte auch Informationen dar, die den Behauptungen der US-amerikanischen Regierung und der Herausgeber des Journal widersprachen.

Nachdem US-Raketen die Arzneimittelfabrik El Shifa im Sudan zerstört hatten, reiste Pearl 1998 an den Ort des Geschehens. Die Clinton-Regierung hatte den Angriff damit gerechtfertigt, dass der Betrieb chemische Waffen hergestellt habe. Die Ergebnisse von Pearls Recherchen widersprachen diesen Behauptungen. Er schrieb daraufhin, manche ‚Glieder in der Beweiskette der US-Regierung‘ seien ’schwächer, als die bisherigen Berichte vermuten ließen‘. Die Informationen, mit denen die Regierung den Angriff rechtfertigte, so Pearl, stammten größtenteils von sudanesischen Dissidenten, die ihre eigenen Interessen und eigennützigen Zwecke verfolgten.

In einer weiteren hervorragenden Artikelserie befasste sich Pearl mit den Vorwürfen, serbische Truppen hätten im Kosovo einen Völkermord verübt. Er räumte ein, dass die jugoslawischen Soldaten ‚Entsetzliches‘ getan hätten, stellte aber (in einem gemeinsam mit Robert Block verfassten Artikel) zugleich fest, dass ‚die übrigen Anschuldigungen – blindwütiger Massenmord, Vergewaltigungslager, Krematorien, Leichenverstümmelung – erst in den letzten sechs Monaten, seit dem Einmarsch der NATO im Kosovo, erhoben wurden. Albanische Kämpfer, humanitäre Organisationen, die NATO und die Medien bestärkten sich gegenseitig darin, den Völkermord-Gerüchten Vorschub zu leisten. Doch inzwischen entsteht ein anderes Bild.

Quelle: http://www.wsws.org/de/2002/feb2002/pear-f27.shtml

Uh – Pearl war also ein echter investigativer Journalist, „von altem Schrot und Korn’ gewissermaßen. Kein Broder, Mahlzahn oder so.

Seine Entführer wurden natürlich gefasst. Großes Lob der pakistanischen Polizei.

Der britische Journalist Tariq Ali fand aber die ganze Angelegenheit sehr seltsam.

http://www.counterpunch.org/tariqpearl.html

Eine deutsche Übersetzung des Tariq Ali – Artikels finden Sie hier .

Tariq Ali machte nämlich den pakistanischen Geheimdienst ISI für den Mord an Pearl verantwortlich, und nicht dubiose islamistische Einzeltäter oder Desperadogruppen. Die Gruppe, die sich zu Entführung und Tötung Pearls bekannte – ‚die nationale Jugendbewegung für die Souveränität Pakistans‘ – erklärte er zu einem ein Konstrukt, u. a. da sie seltsame Forderungen formulierten, z.B. die ‚Lieferung von F-16, die bezahlt, aber nie an Pakistan geliefert wurden‘. Seltsame Verhaftungen fanden statt, etwa des Presse – Kuriers, der das Horrorvideo in die USA bringen sollte und vier Tage lang vom Geheimdienst in die Mangel genommen wurde. Das Bekennervideo (es ist brutal, bitte beachten Sie das) findet sich hier .

Und als Täter präsentiert sich ein gewisser Omar Saeed Sheikh (der übrigens nach B. Bhutto Osama bin Laden getötet haben soll), der sich seltsamerweise der Polizei ergab. Dieser ist aber dummerweise auch als ISI – Agent bekannt.

Und alle Seiten, Pakistan wie USA, decken rasch den Mantel des Schweigens über die Angelegenheit mit diesem aufdringlichen Journalisten Pearl, der in Dingen rumschnüffelte, in die er besser nicht seine Nase gesteckt hätte. Es liegt der Verdacht nahe, daß es diesbezüglich einen Konsenz zwischen den US- und pakistanischen Geheimdiensten gab, was aber leider nicht direkt beweisbar ist.

Lesen Sie selbst nach!

Tja, so ist das mit den Stichworten, Broder.

Kann verhängnisvoll sein deine Schreibe.
Fragt sich nur, für wen.

Ach, da ist noch was.

By the way, du hast dich übrigens vertan, Broder, da du den Film dir möglicherweise gar nicht angeschaut hast, du Schlamper! Die dargestellte Köpfung im Film betraf nicht Daniel Pearl, über dessen Geschichte sogar einen Film mit Angelina Jolie und Bratt Pitt gibt.

Die im Film vorkommende Köpfung bei lebendigem Leib zeigt nämlich eine andere „Hinrichtung“, die von einem Nick Berg, und zwar im Irak.

Und auch dazu gibt es eine hochinteressante und äußerst dubiose Geschichte, von der es sicher besser war, dass Broder sie nicht erwähnt hat in seinem Artikelchen.

Wie konnte diese Verwechslung nur passieren, Broder? Bei deinen überragenden intellektuellen Kompetenzen?

Wieder eine Trüffel, Broder.

Bravo!

Sogar durch Verschweigen bzw Schwindeln gefunden.

Nick Berg (Vorsicht: dieser wikipedia – Artikel allein sagt fast nichts aus) war der Sohn eines bekannten Antikriegsaktivisten der A.N.S.W.E.R. – Koalition in den USA und bereiste aufgrund eigener Initiative mehrere Male den besetzten Irak.

Am 8.Mai 2004 wurde seine Leiche in der Nähe von Bagdad gefunden. Am 11.Mai 2004 „erschien“ dann ein „Al-Qaida“ – Video, das seine Köpfung zeigte.

Zunächst mal die Fotobelege, damit Sie sehen, dass ich nichts falsches behaupte, die Beweise dass es sich bei der Köpfung im Film „Fitna“ wirklich um die von Nick Berg handelt (und nicht, wie Broder phantasiert, von Daniel Pearl):

Quelle Focus

Quelle Stern

Quelle China daily


Quelle: Washingtonmonthly

Prüfen Sie nach! Im Film ‚Fitna‘ wird die Köpfung von Nick Berg gezeigt, und nicht die von Daniel Pearl.

Broder hat also entweder keinerlei Ahnung, nicht von diesem Film, nicht die geringste, und auch von sonst nichts, oder er lügt und verschweigt bewusst. Soll er sich selber raussuchen, was weniger abträglich ist für seine „Journalistenehre“, oder was davon noch übrig ist.

Prisonplanet bezweifelte schon früh die offizielle Version der Ermordung von Nick Berg.

Doch es kommt noch dicker.

Die Umstände des Todes von Nick Berg – ebenso grauenhaft wie undurchsichtig.

Demnach war Nick Berg im Irak April 2004 vor seiner Ermordung von der US – Armee festgenommen worden und stand offensichtlich unter ständiger Beobachtung geheimdienstlicher Beobachtung. Was verständlich ist, da sein Vater bis heute doch ein „berüchtigter“ Antikriegsaktivist von ANSWER ist.

Mehrere Male versuchte man ihn (Nick) zur Abreise zu drängen und beschattete ihn. Wie war es dann möglich, dass er mitten in Bagdad dann „entführt“ wurde?

Noch dazu wo die US – Regierung später beim Lügen erwischt wurde, nicht die US – Armee hätte Nick Berg 13 Tage lang gefangen gehalten, sondern die irakische Marionettenarmee?

Doch dann mussten sie seine (illegale) Festnahme zugeben.

Nach seiner Freilassung „verschwand“ Nick Berg, um als Leiche wieder aufzutauchen..

Wirklich sehr seltsam.

Nick Bergs Vater macht übrigens die US – Regierung verantwortlich für den Tod seines Sohne. Aber das Qaida – Köpfungsvideo, darüber sind sich alle Kommentatoren einig, kam für Bush gerade zur rechten Zeit an die Öffentlichkeit. Es war ja der Horrorfilm des Jahres. Diese barbarischen Moslems.

Und Täter und Kopfabschneider sollte angeblich noch ein gewisser Zarkawi sein, der so oft angeblich getötet wurde, dass der Gedanke, dass es auch bei ihm sich um ein Osama-bin-laden-artiges Phantom der CIA handelt, sich geradezu aufdrängt.

Wenn Sie an Zarqawi glauben wollen, lesen Sie zuerst mal mal das hier:

Zarqawi Superstar, der Phantom-Köpfer von Bagdad

Spannend, nicht wahr? Zarqawi, das Phantom, das immer gerade zur rechten Zeit mordet. Mal mit zwei Beinen, mal einbeinig. Und auch die Videos kommen immer pünktlich. Eine Firma macht die Autobomben, die andere die Horrovideos, und so weiter. Das ganze nennt sich Al – Qaida.

Ist das alles der Grund, warum Sie die Köpfung des Nick Berg in die Köpfung von Daniel Pearl verwandelt haben, Herr Broder?

Weil bei der Köpfung von Nick Berg NOCH EINDEUTIGER UND DIREKTER als bei Daniel Pearl die US – Apparate und ‚Dienste’ die Hand mit im Spiel gehabt haben? Daniel Pearl ist sicherlich eine heikle Geschichte, aber Nick Berg ist noch um Lichtjahre heikler. Besser nicht wieder ins Gespräch bringen?

Habt ihr das alles gar selbst gemacht? Und dabei an euer Geld gedacht?

Wsws.org drückt sich trotz der erdrückenden Faktenlage – aus meiner Sicht – sehr sehr sehr vorsichtig zum Fall Nick Berg aus, wenn es schreibt:

Die von Michael Berg (dem Vater von Nick Berg) aufgeworfenen Fragen unterstreichen die Tatsache, dass die US-Regierung im besten Fall die Bedingungen geschaffen hat, unter denen sein Sohn von Extremisten entführt und ermordet werden konnte.

Die schlimmere Möglichkeit, die sich aus allem bisher Bekannten ergibt, besteht darin, dass Bergs Verschwinden und anschließende Ermordung das Werk von US-Geheimdiensten oder proamerikanischer irakischer Gruppen war. Einen Monat nach seiner Entführung wurde Berg im für die US-Regierung günstigsten Moment ermordet.

Wer die Annahme für undenkbar oder unerhört hält, die amerikanische Regierung könne um des eigenen politischen Vorteils willen der Ermordung eines ihrer Bürger zustimmen, unterschätzt die politische Situation gewaltig.

Habt ihr das vielleicht alles selbst gemacht? Und dabei an euer Geld gedacht?

Donnerwetter, dieser Song von Bandbreite geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ein richtiger Ohrwurm.

Ich glaube, ich höre jetzt besser langsam auf. Sonst schickt mir der Broder oder sonst wer noch „Islamisten“ auf den Hals.

Nur ein Spaß, Broder.

Liebe Leser, ich habe nicht mehr getan als im Internet recherchiert und Fakten zusammengetragen. Das kann jeder von Ihnen auch. Prüfen Sie die von mir angegebenen Links nach und machen Sie sich ein eigenes Bild!

Deswegen jetzt endlich meine Quintessenz aus Broders neuer journalistischer Meisterleistung:

Habt ihr das vielleicht alles selbst gemacht, Broder?

Nein, nicht Sie persönlich, Broder, dazu sind Sie ein viel zu kleiner Fisch. Ich meine die „höheren Chargen“, höher noch als selbst die 200, die unsere „öffentliche Meinung“ „machen“. Jene, die die Direktiven geben, und deren Hampelmänner, … ach lassen wir das..

Na liebe Leser, teilen Sie jetzt meine Einschätzung, dass Broder einfach genial ist?

Ein Stichwortlieferant allererster Klasse. Ein wahrhaft investigativer Journalist, der dunkle Geheimnisse und Leichen im Keller aufspürt, mit der Pointe dabei, dass er das ziemlich sicher gar nicht will.

Hoffentlich schreibt er bald wieder was.

Insgeheim befürchte ich ja, dass sie den Tro wackeren investigativen Journalisten früher oder später aus dem Verkehr ziehen werden, weil er soviel ausplaudert und auch noch schlafende Hunde weckt.

Aber bis dahin ist sicher noch Zeit und er wird mir noch viele Gelegenheiten geben, mich an seiner Schreibe zu ergötzen.

Liebe Leser, sehen Sie, es lohnt sich nicht, sich über Broder zu ärgern. Im übertragenen Sinne singt er ja wie eine Nachtigall. Eine wahre Fundgrube von Dubiositäten, die er stets anspricht, und das auch noch so schön verräterisch. Selbst seine Auslassungen sind vielsagend.

Danke, Broder, danke.

Man sollte eine Gedenktafel für diese Ikone des Lumpenj kritischen Journalismus stiften.

Übrigens ist dieser hervorragende Essay aus des Broders Feder soeben von der Titelseite von SPIEGEL ONLINE verschwunden.

Aber der Artikel selbst ist noch da. Benutzen Sie den oben angegebenen Link, wenn sie ihn unbedingt lesen möchten.

Von: Nemetico
Geposted: Mon 31 Mar 23:42 CEST 2008 (ca.)
RSS cached: Fri 11 Apr 7:05 CEST 2008

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Dieser Nachtrag erschien am 2.4.2008:

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Nachtrag zu „Habt das alles vielleicht selbst gemacht?“

Zwei Kommentatoren in meinem Blog machten mich darauf aufmerksam, dass ich für meinen Artikel wohl eine leicht gekürzte Version von Fitna verwendet habe. Bei einem Kommentator handelte es sich offenbar um jemanden, der damit meinen gesamten Artikel und seinen Inhalt meinte unflätig in Frage stellen zu können (mein Blog wird wohl regelmäßig von andersartiger interessierter Seite eingesehen). Der andere war sachlich und korrekt.

Jedenfalls gehe ich auf diese Hinweise ein.

Nun, es war mir in der Tat nicht bewusst, dass es zwei oder noch mehr Versionen von diesem Machwerk gibt.

In der erweiterten (vollständigen?) Version des Revolverfilms „Fitna“ tauchen tatsächlich Szenen auf mit Schwulen als Delinquenten und einer Szene (von RAWA geklaut) einer Hinrichtung einer Frau im Stadion von Kabul zu Zeiten der Taliban (welche 1994/95 bekanntlich vom pakistanischen Geheimdienst ISI mit aktiver Unterstützung der CIA geschaffen und aufgerüstet wurden).

In seiner Langfassung erscheint mir der Film sogar noch dämlicher und hetzerischer als die leicht gekürzte Fassung.

Meine Argumentation in meinem Artikel sehe ich in keinster Weise „ausgehebelt“. Sicher hätte ich meine polemischen Spitzen gegen Broder (mein Steckenpferd, ich gebe es zu) etwas anders aufgebaut, wenn ich die Langfassung gekannt hätte. Er bietet ja genug Blößen.

Aber was solls? Meine zentralen Fragen und genannten Fakten zu den gezeigten ‚islamistischen‘ Aktionen bleiben ungebrochen bestehen. Die Langfassung zeigt beispielsweise niederländische Zeitungsschlagzeilen, in denen „Al-Qaida“ den „heiligen Krieg“ gegen Wilders „erklärt“. Wie auf Bestellung? Wie…?

Al-Qaida, dieses Geschöpf der CIA und anderer kooperierender ‚Dienste’, dieser Universal-Joker für False-Flag-Attentate, dieser Wanderpokal diverser bombenlegender und Videos produzierender „Firmen“?? Ein „Beweis“ für die „Gefährlichkeit des Islam“ (gefährlicher als christliche, jüdische etc. Religion) ist das beim besten Willen nicht. Aber der Beweis für die Gefährlichkeit staatlicher und halbstaatlicher Apparate, die jeglicher demokratischen Kontrolle längst entglitten sind.

In der erweiterten Fassung werden auch Schlagzeilen gezeigt, in denen der angebliche/mutmaßliche Mörder von T. van Gogh Mordrohungen formuliert. Nun, Sie wissen ja bereits, dass sich diese „islamistische“ Gruppe möglicherweise/wahrscheinlich unter Kontrolle des holländischen Geheimdienstes befand (was auch einige merkwürdige Freisprüche erklären würde).

Unter den Bildern unter dem Oberthema „Gewalt gegen Frauen“ befindet sich u.a. ein Foto eines abgetrennten Frauenkopfes. Diese Frau wurde allerdings nicht hingerichtet wegen „Ehebruch“, wie suggeriert, sondern es handelte sich um eine palästinensische Selbstmordattentäterin.

Und es bleibt dabei: 911 und 77 nehmen eine zentrale und breite Rolle in diesem Hetzfilm ein, und Broder hat das in seinem „Essay“ überhaupt nicht erwähnt. Das tat aber sehr wohl die offenbar nicht direkt in diese Kampagne eingespannte Nachrichtenredaktion von N24. Nicht so Broder, der doch sonst gern ausschlachtet, was ausgeschlachtet werden kann. Das ist und bleibt seltsam.

Ich erwähne nur am Rande die Tatsache, dass Wilders „aus Versehen“ das Bild des holländischen moslemischen Rappers Sala Edin für das des van Gogh – Mörders Mohammed erklärte. Zufall?

Schauen Sie sich unten die erweiterte Fassung von „Fitna“ an, wenn Sie wollen. Sie ist um nichts besser als die gekürzte Fassung.

Und für mich bleibt es dabei: dieser Film zeigt in seinen wesentlichen Teilen, wenn nicht in allen, Ergebnisse von imperialen False-Flag-Attentaten, diversen subversiven Tätigkeiten von imperialen Agent Provocateurs usw.

Wer die Figuren wirklich sind, die da als Prediger aufgeführt werden, möchte ich auch gern wissen.

Die ganze Kampagne wirkt gut orchestriert, verfehlt aber offenbar ihr Ziel .

Das Ziel war aus meiner Sicht, eine kollektive Kriegsbereitschaft in der europäischen Bevölkerung hervorzurufen für die nächsten imperialistischen Teufeleien.

Nach meiner Ansicht sollte von unserer Seite der Hype um diesen Film benutzt werden, um genau das Gespräch zu bringen auf diejenigen Ereignisse, die in ihm zitiert werden. Zufällig handelt es sich aus meiner Sicht meistens, wenn nicht durchgehend mit unterschiedlicher Sicherheit um False – Flag – Attentate.

Und ich werde weiterhin aussprechen, daß sich dieser Eindruck mit jedem neuen Faktum, das mir bekannt wird, zur Gewißheit verdichtet. Beispielsweise bin ich auf die wahrscheinliche AVID – Connection des Mordfalles T. van Gogh erst durch Recherchen zu diesem Artikel gestoßen. Und was ich alles zum Fall Nick Berg vorfand, übertraf tatsächlich alle meine Erwartungen, und ich habe nur ein Bruchteil dessen geschrieben, was ich an Fakten dazu so alles im Internet aufstöberte.

Wußten Sie etwa, daß Nick Berg in dem Köpfungsvideo offenbar typische Gefängniskleidung aus Abu Ghuraib trägt?

Quelle beider Fotos: prisonplanet.tv

Darüber muß gesprochen werden!

Das wird ihnen ganz und gar nicht gefallen.

  • Remember 911!
  • Remember 77!
  • Remember Daniel Pearl!
  • Remember Nick Berg!
  • Remember “Hauptstadtgruppe”, T van Gogh, Louis Seveke usw!
  • Rememer Taliban, ISI, CIA!
  • Remember Bali (wo Verwicklungen des indonesischen Militärs offenbar wurden)

Von: Nemetico
Geposted: Wed 2 Apr 8:35 CEST 2008 (ca.)
RSS cached: Fri 11 Apr 8:05 CEST 2008

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Hinweis: „Fitna“ ist von den Urhebern dieses Machwerkes von den angegebenen Links durchweg aus dem Internet entfernt worden. Aufmerksame Beobachter wie „fuckwilders11“ haben ihn aber verewigt (abgesehen von diversen „wilden“ islamfeindlichen Faschisten). Es gibt Versionen zwischen 6 und 16 Minuten, aber durchweg der gleiche Dreck.

z.B.

http://www.youtube.com/watch?v=37w-aXGk8M0

(gekürzte Version)

Eine vollständige Version in Niederländisch ist hier.

Hier die Version bei lifeleak:

http://www.liveleak.com/view?i=396_1206979772

Weitere Versionen sind durch Recherche zu finden.

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