Den richtigen Riecher gehabt…Bundeswehr de facto schon im Kriegseinsatz

Die letzttägigen Schlagzeilen, wonach „prorussische Separatisten“ in der Ostukraine unter Führung eines „Bürgerkriegsmeisters“ harmlose „OSZE-Beobachter“ der Bundeswehr in einer entsprechenden „Mission“ gefangengesetzt hätten, hatte ich gestern schon nach wenigen Klicks als neue Medienlüge enttarnt.
Heute wird es für jeden, der es wirklich wissen will, eminent (beweiskräftig).
Diese Bundeswehroffiziere waren NICHT in einer OSZE-Mission unterwegs, sondern de facto als Militärberater einer von Faschisten durchsetzten Putschregierung in einem sich anbahnenden ukrainischen Bürgerkrieg. Sie haben de facto die gleiche Funktion wie seinerzeit die „Militärberater“ der US-Armee bei den Truppen des südvietnamesischen Diem-Regimes vor dem Beginn des eigentlichen Vietnam-Krieges (bis 1965) oder noch vorher die „Militärberater“ der US-Armee bei den Truppen des südkoreanischen Faschisten Syngman Rhee vor Beginn des Kores-Krieges (diese „berieten“ nicht nur, sondern führten das Kommando bis auf Kompanieebene).
Zum nachrecherchieren:
„Das ist ein Verstoß gegen alle Standards“ (telepolis)
Festnahmen in Slawjansk: Als Touristen getarnt auf Spionagetour (Ria Novosti)
OSZE: Gefangene sind keine OSZE-Mitarbeiter (Rand-zone.de)
Ukraine: Staatsmedien lügen über angebliche “OSZE-Beobachter” (Die Propagandaschau)
Ein ungewöhnlicher Einsatz (German-Foreign-Policy.com)
Zitate hieraus:

Bei den drei deutschen Soldaten und ihrem deutschen Übersetzer, die seit Freitag gemeinsam mit drei weiteren Offizieren aus NATO-Staaten im umkämpften ostukrainischen Slawjansk festgehalten werden – ein vierter aus dem Nicht-NATO-Mitglied Schweden ist mittlerweile freigelassen worden -, handelt es sich nicht um Mitglieder der offiziellen OSZE-Beobachtermission. Deren Entsendung in die Ukraine war am 21. März für zunächst sechs Monate beschlossen worden; an ihr sind zehn Deutsche beteiligt. Die in Slawjansk festgehaltenen Deutschen waren hingegen, wie der stellvertretende Direktor des OSZE-Krisenpräventionszentrums, Claus Neukirch, am Wochenende ausdrücklich bestätigte [1], nicht im Auftrag der OSZE, sondern als Militärbeobachter im Auftrag der deutschen Streitkräfte unterwegs. Ein internationales Mandat konnten sie zu keinem Zeitpunkt vorweisen.

Der Einsatz der deutschen Militärbeobachter in der Ukraine unterscheidet sich prinzipiell von den bisherigen Einsätzen des ZVBw auf Grundlage des „Wiener Dokuments“, weil er nicht dem Ziel routinemäßiger Rüstungskontrolle dient, sondern mitten in einem gefährlichen Konflikt stattfindet. Dies sei „außergewöhnlich“ und „in dieser Form in der Geschichte des Wiener Dokumentes noch nicht vorgekommen“, erklärt Oberstleutnant Hayko von Rosenzweig, der vom 5. bis zum 20. März als deutscher Militärbeobachter in der Ukraine eingesetzt war.

Sogar der DKP ist hier in den Schlußfolgerungen völlig zuzustimmen:

Mittlerweile steht zweifelsfrei fest, dass die CDU/CSU/SPD-Regierung mit der ukrainischen Putschregierung einen Besuch deutscher Offiziere in der Ukraine vereinbart hat. Die deutschen Militärs begaben sich in Begleitung ukrainischer Offiziere in die Süd-Ost-Ukraine, die am Rand eines Bürgerkriegs steht. Sie versuchten, in die Stadt Slawjansk eindzudringen, zu einem Zeitpunkt, an dem die Kiewer Putschisten behaupteten, die Stadt eingekesselt zu haben und erstürmen zu wollen. Die revolutionären Slawjansker Behörden nahmen sie fest, weil sie Spionage vermuteten. Was sonst ? Was werden Kiewer Offiziere tun, wenn sie sich in Slawjansk aufhalten ? Werden sie dem Kiewer Generalstab nicht melden, was sie in der Stadt auskundschaften können ? – Es liegt auf der Hand, dass der Spionageverdacht unabweisbar ist.
Die deutschen Regierungsverlautbarungen lügen diesen einfachen Sachverhalt in einer unglaublich frechen, den Tatsachen direkt ins Gesicht schlagenden Weise um. Die Zentrallüge ist, es handele sich bei dieser Militärdelegation um eine OSZE-Mission. Sie nutzen dabei die Tatsache, dass sich in der Ukraine tatsächlich eine OSZE-Beobachterdelegation aufhält, der alle OSZE-Staaten, also auch Russland, zugestimmt haben. Es wird systematisch der Eindruck vermittelt, die deutsche Militärdelegation gehöre dazu oder sei etwas Ähnliches.
Das Gegenteil ist der Fall. Die deutschen Offiziere haben mit dieser OSZE-Delegation nicht das Geringste zu tun.

Es droht auch nicht etwa ein Krieg in der Ost-Ukraine, sondern er ist bereits ausgebrochen. Darauf deutet auch hin, dass die berüchtigte Massenmord-Firma Blackwater im Auftrag der Putschregierung bereits unterwegs ist. Diese Firma, die immer mal wieder ihren Namen ändert, ohne deswegen unentdeckt zu bleiben, tat sich im Irak durch willkürliche Massaker an Zivilisten hervor, was sie dann zu ihren regelmässigen Namensänderungen (z.B. in XE-Services oder in „Academy“) zwang.

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