ISIL ist die nahöstliche Bodentruppe der USA

Sie haben die Meldungen über die Einnahme der nordirakischen Großstadt Mossul durch die Truppen der Terrororganisation „Islamischer Staat im Irak und in der Levante“ ISIL vernommen und fragen sich, was das nun zu bedeuten hat? Nun, die Meldungen darüber, dass es sich um eine der Organisationen handelt, die von den „prowestlichen“ Ölmonarchien Saudi-Arabien und Katar finanziert und ausgerüstet werden, sind ja durchaus noch geläufig und es gibt keinen Grund, das zu bewzeifeln, auch wenn die US-amerikanischen Regierungssprecher ihre „Besorgnis“ äussern.

Das gehört zum Spiel und ist für die imperialistischen Massenmedien bestimmt und die Dummköpfe, die sie konsumieren.

Denn ISIL ist und bleibt nichts anderes als die verdeckte Bodentruppe der USA in diesem Weltteil, via Saudi-Arabien und/oder Katar. Die militärische Offensive der salafistischen Fanatiker entspricht der Strategie des westlichen Imperialismus in jeder Hinsicht. Man kann es auch so benennen: Weltherrschaft durch Terrormanagement.

Will man ISIL einordnen, so ist ein Vergleich mit den Mörderbanden des „Rechten Sektors“ in der Ukraine und die mit diesem verbandelten faschistischen und halbfaschistischen Gruppierungen angebracht. Offiziell „bedauert“ man natürlich deren Präsenz oder spielt sie herunter ( sie seien zwar „rechtsradikal“, aber „nicht faschistisch“ fantasieren neuerding die Olivgrünen), aber jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand weiß, dass eine solche Gruppierung ohne massive finanzielle und logistische Unterstützung des „Freien Westens“ gar nicht existieren könnte.

DAS ist der „neue Stil“ der westlichen Interventionspolitik, wie er von unserer Regierung auch brav mitgetragen wird. Nicht mehr die (politisch riskante) direkte Militärintervention ist angesagt, sondern Operationen unter „falscher Flagge“, wobei so falsch die Flagge im Falle des „Al Qaida“-Ablegers ISIL gar nicht ist, denn „Al Qaida“ war zu keinem Zeitpunkt etwas anderes als ein Label für diverse Terrororganisationen diverser westlicher Dienste. Neu hinzugekommen ist nur die massive Beteiligung von internationalen Söldnerfirmen ( wie z.B. Ex-Blackwater „Academy“ in der Ukraine), die immer dann eingreifen müssen, wenn die angeheuerten landesüblichen Totschläger und Fanatiker doch zu undiszipliniert und militärisch zu uneffizient sind.

Der Irak drohte den USA trotz erfolgreicher Eroberung und Besetzung längst von der Fahne zu laufen, denn Beobachter der Szenerie wissen, dass im Irak unter der Maliki-Regierung längst der Iran das Sagen hat (was der schiitischen Bevölkerungsmehrheit geschuldet ist). Freundlich aber bestimmt hat die proiranische schiitische Führung des Irak in den letzten Jahren peu a peu die US-Besatzer aus dem Lande hinauskomplementiert, und zwar ohne den USA Gelegenheit und Anlaß für eine érneute Intervention zu geben. Der politische Preis für so etwas wäre – aus verschiedenen Gründen – zu hoch für die USA.

Doch das Mittel, religiöse oder ethnische Trennungslinien auszunutzen, greift im Zweifelsfall immer.

2004, nach der Eroberung des Irak, versuchte die US-Besatzung über ihre diversen Apparate einen Religionskrieg in einem Land zu inszenieren, das seit fast 1000 Jahren keine Religionskriege mehr kannte. Ein Instrument dafür war „Al Qaida im Irak“, eine (sunnitische) Gruppierung, die vor der Eroberung gar nicht existierte. Auf der schiitischen Seite gab es vergleichbare Terrororganisationen und Milizen. Aber so richtig fruchtete das nicht, vor der Nase der Besatzungsbehörden baute der Iran seinen Einfluß im Irak Zug um Zug aus.

Gleichzeitig läuft der Bürgerkrieg in Syrien schlecht für die „Westmächte“, und das trotz des durchaus erfolgreichen Kidnapping eines regionalen Volksaufstandes gegen die Assad-Regierung. Aber angesichts des religiösen Terrors der ISIL ziehen die verschiedenen Sektoren der syrischen Bevölkerung – bei allen Konflikten mit der Assad-Regierung – diese doch den Halsabschneidern von „AL Qaida“ vor, wie sich in der Präsidentschaftswahl dann doch zeigte.

Da die Halsabschneidertruppe ISIL der syrischen Armee wohl letztlich doch nicht gewachsen ist, kommt sie nun im westlichen und nördlichen Irak zum Einsatz.Wenn man schon die US-Armee nicht gegen den wachsenden Einfluß des Iran im Irak zum Einsatz bringen kann, aber mit ISIL gehts.

Aus Sicht der USA hat das einen zusätzlichen Vorteil: die kann der Türkei und dem Erdogan mal eben kurz eine Backpfeife verabreichen (Entführung des türkischen Konsuls), nachdem Erdogan den USA doch ein wenig ZU selbständig ist. Man darf sich nicht täuschen lassen: klar wollte und will Erdogan die USA zur Intervention in Syrien bewegen (und wenn es sein muss mit „False Flag“ Aktionen), aber ernten will der Neu-Osmane selber. Wobei ihm dabei aber die Kurden im Weg sind, vor allem die militärisch sehr erfolgreichen Milizen der YPG im nördlichen Syrien.

ISIL ist eine Bodentruppe der USA, danan ändert auch die Tatsache nichts, dass es vorhand Ölmonarchien sind, die diese Truppe ausrüsten und finanzieren. Aber diese Ölmonarchien könnten gar nicht existieren ohne die US-Protektion, also tun sie letztlich das, was der große Meister will.

Doch das Spiel mit der ISIL ist auch gefährlich für die USA. War nicht seit 15 Jahren „Al Qaida“ der „Weltfeind Nr. 1“? Wie kann man dem Pöbel vermitteln, dass der Weltfeind im eigenen Auftrag unterwegs ist und massakriert? Richtig, man muss es vertuschen. Das ist der eigentliche Hintergrund der lächerlichen Inszenierung von Osama bin Ladens Ableben: der böse Wolf ist tot, jetzt kann „Al Qaida“ schon gar nicht mehr so „schlimm“ sein, oder?

Der Imperialismus mit seinen Theaterinszenierungen und „false flag“ – Aktionen verheddert sich zwangsläufig in immer mehr Widersprüche. In Libyen muss ein General mit Truppe aus dem Hut gezaubert werden, der die von diversen internationalen Söldnerfirmen zum Sturz Gaddafis aufgestellten „Milizen“ wieder zur Räson bringt. Denn solche Verbände haben nun einmal die Tendenz, sich zu verselbständigen und zu verwildern.

Man fühlt sich – sofern Geschichtskenntnisse vorhanden – an den „Sacco di Roma“ erinnert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sacco_di_Roma

Lehrreich. Die Söldner der Reaktion erhoben sich gegen ihre Auftraggeber, als der Sold ausblieb. Wenn schon kein Sold, dann wenigstens Beute. Nein, das war keine Revolution, die daraus hervorging, es war ein Massaker.

Wir werden in nächster Zeit, so fürchte ich, eine ganze Reihe solcher „Sacco di Romas“ erleben. Oh nein, nicht etwa nur im Orient. Die Ukraine liegt da viel näher.

Werden die Totschläger und Halsabschneider der ukrainischen Neo-Nazis sich einfach nach Hause schicken lassen, ohne Beute, wenn die Oligarchen das Land erst unter sich aufgeteilt und der EU zum Fraße vorgeworfen haben?

Wohl kaum.

„Sozialismus oder Barbarei“ war für Rose Luxemburg vor einem Jahrhundert die Alternative.

In zwei Weltkriegen hat die Menschheit die Barbarei nun schon kennengelernt. Nun kommt eine weitere Variante der Barbarei hinzu. Weltweite „Sacco di Romas“, demnächst auch bei uns in Europa.

Das ist der Hintergrund, vor dem das Ereignis der Eroberung einer Millionenstadt (Mossul)  durch eine monströs gewucherte Bande von fanatisierten Mördern und Halsabschneidern (ISIL) gesehen werden muss. Ihnen wurde Beute und Sold versprochen und jetzt holen sie es sich. Und das ist erst der Anfang.

Ich erwähne nur nebenbei den Fall der Boko Haram in Nigeria, eine von der CIA geförderte Terrororganisation in Nigeria. Wenn diese ihren Zweck erfüllt hat, nämlich wieder irgendeine „humanitäre“ Intervention des Westens zu legitimieren, welche massakrierende Söldnerbande wird dann bemüht werden müssen, um diese massakrierende Söldnerbande zur Räson zu bringen? Man darf gespannt sein.

Ein anderer Vasall der USA, Israel, überlegt jetzt schon laut, ob es gegen die anderen Vasallen (ISIL) des gleichen Herrn mit Luftschlägen vorgehen muss.

DAS ist die Zukunft. Massakrierende Söldnerbanden, die durch Massaker zur Räson gebracht werden müssen, und das weltweit.

Und wer etwas dagegen tun will, dem kann man nur raten: tu es!

 

 

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3 Gedanken zu “ISIL ist die nahöstliche Bodentruppe der USA

  1. Die Frage, ob Zauberlehrlinge Geister herbeirufen, die sie nicht mehr loswerden oder der Teufel Armeen vorschickt, um seine Mordbrennerei wie Geisterbekämpfung aussehen zu lassen, kann nach der Lektüre dieser hier vorliegenden Ausführungen als abschließend beantwortet gelten.

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