Existenzrecht für einen rassistischen Apartheidsstaat?

Wird ja immer wieder von den imperialistischen Medien untergejubelt: das Existenzrecht des Staates Israel zu garantieren, sei demnach Pflicht und sogar „Staatsräson“.
Alles andere sei „antisemitisch“.

Diese Behauptung, die den Charakter eines Glaubensbekenntnisses hat, wird in folgendem Artikel von Eugen Hardt zerpflückt.

http://www.linkezeitung.de/index.php/debatte/internationales/2371-das-rassistische-apartheidgebilde-israel-hat-kein-existenzrecht-antwort-auf-max-brym

Ich stimme der Argumentation von Eugen Hardt zu.

Trotzdem noch einige Nachbemerkungen.

Die imperialistische Propagandalinie, wonach der Staat Israel gewissermaßen sankrosant sein muss, wird meistens mit dem Hinweis auf die Judenmorde des Dritten Reiches begründet.

Durch das Dritte Reich sind insgesamt grob geschätzt 60 Millionen Menschen ums Leben gekommen, gefallene Soldaten und dahingeschlachtete Zivilisten aller Nationen, Religionen usw. eingeschlossen.

Wenn von „Existenzrecht“ die Rede ist, kann es sich nur um das Existenzrecht von Menschen handeln, und zwar ohne Rücksicht auf Nation, Religion und Weltanschauung. DAS wäre eine sinnvolle Schlußfolgerung aus dem Grauen des Dritten Reiches. Aber gerade diese Schlußfolgerung zieht die imperialistische Propaganda ja gar nicht. Im Gegenteil, es wird neuerdings wieder zwischen lebensunwertem und lebenswertem Leben unterschieden. Speziell den Bewohnern von Gaza wird von den zynischen Propagandisten kein Existenzrecht zugesprochen, diese können von den „Herrenmenschen“ anscheinend nach Belieben und Gutdünken massakriert werden, wie dieses Jahr wieder geschehen.

Ich habe wiederholt darauf hingewiesen, dass die Palästinenser völlig eindeutig „ethnisch“ die direkten Nachkommen der antiken Juden sind, was jüngst auch der Ex-Zionist Uri Avnery lobenswerterweise klar ausgesprochen hat. Wenn an diesen (in der Regel ziemlich willkürlichen) „ethnischen“ Definitionen von „Völkern“ usw. überhaupt irgendetwas dran ist, was Substanz hat, dann sind die Massaker Staates Israel an den Palästinensern systematische Judenmorde und nichts weiter.

Ein Staat, dessen Existenz auf systematischen (d.h. mit Plan und Vorsatz ausgeführten) Judenmorden basiert, kann moralisch kein Existenzrecht haben.

So etwas ist eine Schande für die ganze Menschheit.

Es ist wichtig zu begreifen, dass hinter der Pro-Israelpropaganda wirklich ein zynisch und verlogenes Konzept steckt.

Ein Zionist, dem ich mal ganz sachlich erklärte (und mit vielen Fakten bewies), dass die Palästinenser „ethnisch“, „genetisch“ die direkten Nachkommen der antiken Juden sind (ebenso wie die Libanesen die direkten Nachkommen der Phönizier sind), da fehlten diesem erst einmal die Worte (weil es ihm tatsächlich bis dato nicht klar war).

Nach einer  des Überlegens sagte er dann: „Aber die Kultur….“

Und vollendete den Satz selbst nicht, wohl weil er ihm kaum begonnen selbst lächerlich vorkam (nehme ich zu seinen Gunsten an).

Aber die Kultur!

Nein, ich sage in Anbetracht der Massaker dieses Jahr und der Tatsache, dass israelische Soldaten sich im Internet damit brüsteten, palästinensische Kinder gezielt bei Kampfeinsätzen umgebracht zu haben, nichts mehr dazu.

Dieser Staat hat kein moralisches Existenzrecht, auch wenn er eine Realität ist.

Es handelt sich gewissermaßen um Staat gewordene Barbarei.

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