Die zweite internationale Gesprächsrunde über Syrien in Wien

Interessante Thesen und eine diskutable Einschätzung:

Im Großen und Ganzen sieht es zwischenzeitlich so aus, dass es nur noch vier wesentliche Kriegsparteien gibt, die ein nennenswertes Gebiet innerhalb von Syrien beherrschen: die syrische Armee, ISIS, Al Kaida und die YPG. Während die kurdische YPG keine Ambitionen auf die Eroberung Syriens hat und die syrische Armee die wichtigsten Bevölkerungszentren des Landes beherrscht, sind die Organisationen ISIS, die die Provinzhauptstadt Rakka beherrscht, und Al Kaida, die Idlib beherrscht, international geächtete Terroristen. Andere Gruppen, etwa Ahrar Al Sham, Alloushs Islam Armee, oder die von der CIA unterstützten Terroristen der Nordfront, der Südfront und der Rastan-Tasche beherrschen nur entweder insignifikante Gebiete mit keinerlei Aussicht auf mehr oder sind Handlanger von Al Kaida. In dieser Situation ist für die USA in Syrien kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2015/10/31/wien-zum-zweiten/#more-15573

In dem Artikel wird gleichfalls folgende These vertreten:

Gleichzeitig befindet sich US-Präsident Obama innerhalb der USA in einem scharfen Machtkampf mit Israels Regierungschef Netanjahu und seinen Anhängern. Netanjahu hat unter anderem eine von Obama vorangetriebene Zweistaatenlösung für Palästina blockiert, versucht, Obama durch Unterstützung seines Gegenkanidaten Romney bei den US-Präsidentschaftswahlen 2012 zu entmachten, und außerdem versucht, Obama durch falsche Geheimdienstinformationen zu einem von Alloush mit türkischer und saudischer Unterstützung verübten False-Flag-Chemiewaffenangriff in Ost-Ghouta 2013 zu einem offenen US-Krieg gegen Syrien zu treiben. Obama hat beweisen, dass er gewillt ist, Netanjahu die Stirn zu bieten, indem er unter anderem anstelle die syrische Armee zu bombardieren mit der syrischen Regierung die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen vereinbart hat, die Abwehr des von der zionistisch-wahhabitischen Terrorachse vorangetriebenen ISIS-Plots zum Sturz der irakischen Regierung mit der US-Armee unterstützt und den von Netanjahu vehement abgelehnten Nuklear-Deal mit dem Iran durchgesetzt hat.

Dasselbe passiert und auch in Bezug auf Syrien: Obama setzt sich über Netanjahu hinweg.

Interessant und diskutabel. das spräche für eine Spaltung innerhalb der transatlantischen Eliten und vor allem innerhalb der Achse USA – europäische Vasallen – Israel – Saudi – Arabien – Türkei.

Ich weiß nicht, ob das zutreffend ist. Spannungen innerhalb dieser Achse gibt es definitiv, und zwar nicht wenige. Allein Erdogan mit seinen „Extratouren“ macht den anderen Parteien dieser konterrevolutionären Achse durchaus das Leben schwer. Allein mir fehlt der Glaube, an eine aktuelle Spaltung innerhalb der US-Oligarchie zu glauben. Doch wir werden sehen. Anyway – der Artikel vom Parteibuch ist diskussionswürdig, weswegen ich ihn mit Empfehlung verlinke.

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