Me, Myself and Media #13: NATO-Presse auf Kollisionskurs

KenFM mal so richtig schön polemisch. Spricht ( wie ich und viele andere) von „NATO-Presse“, die ihn mit wachsender Inbrunst unisono quer durch alle Gazetten hindurch angreift, deswegen in seinem Fall, weil sie wohl Angst vor seinem Erfolg hat. Also ein Videobeitrag zumindest zu großen Teilen in eigener Sache.

Ken Jebsen redet selbstbewusst erfrischend Klartext und spricht einige Kollegen in den Mainstream-Medien anhand einiger Beispiele direkt persönlich an, weist die gravierenden Entstellungen oder sogar Falschaussagen in der Darstellung seiner Person nach, fordert konkrete Beweise für einige der über ihn kursierenden Mediengerüchten und läßt sich im Anschluß daran auch zu Aussagen hinreißen wie:

„Ihr seid unglaubliche Flaschen!“ (Seine Bewertung der Sorgfalt bei der Recherche durch die angesprochenen „Qualitätsjournalisten“)

„Ihr seid echt auf dem absteigenden Ast!“ (Eine durchaus zutreffende Tatsachen-Feststellung).

„Ich bin euer Muhammed Ali“ und „Ihr habt keine Eier in der Hose“ (Provozierende Aussagen, die die betreffenden eierlosen Personen wohl aus der Reserve locken sollen, mit ihm mal persönlich etwa in Form eines Interviews zu reden, statt nur über ihn).

Mag manchmal „unsachlich“ sein, aber kein Vergleich mit dem Blödsinn, den man über ihn und KenFM so lesen und hören kann, und recht hat er außerdem, ich habe herzlich gelacht.

Jutta von Ditfurth, die von den kapitalistischen Medien seit Jahrzehnten emsig zur „linken Ikone“ (Transatlantifa) gehypt wurde (was die zu großen Teilen völlig verblödete „linke Szene“  sich auch gefallen lässt), wird von ihm auch durch einige Tonpassagen zitiert, wo die Adelsdame wie üblich pseudolinks vor sich hindeliriert und halluziniert. Er bemerkt scharfsinnig, dass die (aus meiner Sicht) politische Falschmünzerin zwar viel von Kapital etc. spricht, über die NATO aber ebenso schweigt wie über deren Aktionen in der Ukraine, in Syrien usw. oder über Ramstain (Drohnenmordzentrale) oder Israel/Palästina, um dann abschließend festzustellen: „Sie sind die weibliche Ausgabe von Joschka Fischer!“ Ja.

Treffend, finde ich.

Dann der (aus meiner Sicht durchaus wohlwollende) Ratschlag an die transatlantische Kalifin von Frankfurt: „Vergraben Sie sich, gehen Sie irgendwo hin… Sie haben einfach keine Ahnung…Sie sind so dumm…“. Mich persönlich freut es sehr, dass der rein medial gehypte Nimbus dieser unsäglichen Person, die ich als Erz-Trotzkist schon vor Jahrzehnten hassen gelernt habe, heuzutage so zügig zerbröselt vor allem bei Leuten, die so viel jünger sind als ich. Bald ist sie möglicherweise als (pseudo)“linke Ikone“, als pseudoradikale „Hofnärrin des Imperialismus“ und zionistische Rattenfängerin für die transatlantischen Propagandaapparate  keinen Cent mehr wert.

Und: Ken Jebsen wird für mich umgekehrt zum Ausdruck eines beginnenden Intelligenzerwerbs der gesellschaftskritischen „linken Szene“.

Nicht dass jetzt der Eindruck entsteht, Ken würde hier etwa nur unsachlich herumholzen, die Polemik schließt seine messerscharfen sachlichen Ausführungen stets nur ab. Aber die genannten Zitate waren für mich echte Highlights dieses Videos, „it made my day“.

Er spricht auch durchaus wohlbegründet vom „Totalversagen der Linken“ angesichts der entstandenen Bewegungen wie PEGIDA usw. (bezieht sich auf die von transatlantischen Apparaten den Linken vorgegebene Linie „die da sind Rechte, mit denen redet man nicht“).

Ach ja, und Ken Jebsen sagt von sich, dass er gegen das herrschende Wirtschaftssystem (Neoliberalismus, Kapitalismus) und gegen den „bestehenden Gesellschaftsvertrag“ ist. Außer „Spanien 1936“ fällt ihm derzeit da noch nicht so richtig was ein – die Verstaatlichung der Börsen ausgenommen, die er am Ende des Videos im Rahmen einer Buchvorstellung vorschlägt (lobenswert). Über das kommende Gesellschaftssystem sollten wir im übrigen alle mal ausführlicher reden, aber das sprengt den Rahmen hier.

Insgesamt kommt mir dieses Video zwar etwas chaotisch in seinem Aufbau und Themenwechsel vor, was aber kein Nachteil angesichts der trefflichen Pointen ist. Sehenswert.

KenFM selbst zum Video:

In der aktuellen Ausgabe von Me, Myself and Media geht es vor allem um die Querfront-Kampagne der NATO-nahen Mainstreammedien gegen die alternativen Mitbewerber aus dem Netz. Die Nachdenkseiten, RT-Deutsch, aber auch KenFM gehören hier inzwischen zu den Flaggschiffen und werden gerade in den letzten Wochen wieder kollektiv unter Dauerfeuer genommen. So etwas passiert nicht. So etwas wird strategisch geplant.

In der aktuellen Folge von „MMM“ benennen wir einige dieser Schreibtischtäter, die weniger Journalisten sind, denn eher ideologische getriebene Jünger eines Gesellschaftssystems, das ohne Krieg nicht auskommt. Wir legen die plumpe Technik dieser Leute offen und können das totale Versagen dieser Schreibtischtäter zeigen, wenn es um echte Recherche oder Allgemeinwissen geht.

Als diese Folge Me, Myself and Media produziert wurde, waren die Anschläge von Paris gerade mal 15 Minuten bekannt. Wir konnten und wollten noch nicht drauf eingehen, dazu war die Nachrichtenlage viel zu dünn.

Als Redaktion, die von sich behaupten kann, ein gewisses Gespür für die allgemeine Lage zu haben, war es unser Plan, zum Ende des Beitrags Helmut Schmidt zu gedenken und zu Wort kommen zu lassen. Schmidt verfügte über eine bei Spitzenpolitikern heute kaum noch anzutreffende Allgemeinbildung. In unserem Interviewabschnitt spricht er vor allem über den Umgang des Westens mit der Muslimischen Welt. Die Weitsicht, mit der er das tut und vor allem die Bilanz, die er schon 2009 zog, ist bis heute bestechend, da sie zu 100% die Gegenwart beschreibt.

Der Schlüsselsatz des ehemaligen Bundeskanzlers ist wie geschaffen, um nach Paris nicht erneut in einen Reflex zu verfallen und nur denen in die Hände zu spielen, die von einem Clash der Zivilisationen profitieren würden.

Paris kann eine letzte Chance sein, endlich aufzuwachen. Es kann aber auch benutzt werden, um nicht nur der Muslimischen Welt pauschal den Krieg zu erklären, sondern parallel dazu unsere Nationen in einen kollektiven Überwachungsstaat zu überführen.

Die Forderung nach noch mehr „Sicherheit“ ist nach Paris die häufigste Forderung der NATO-nahen Medien. Wer versucht, aus Paris politischen Profit zu schlagen?

„Nur von Afghanistan zu reden, ohne gleichzeitig die sich aufbauende Feinschaft zwischen Islam insgesamt und dem Westen insgesamt in den Blick auch zu ziehen, ist in meinen Augen nicht zulässig. Wenn Sie sich an das Ende des 21. Jahrhunderts versetzen, dann werden mehr Muslime auf dieser Welt leben als sogenannte Weiße. Und wenn wir dann genauso feindlich miteinander umgehen wie gegenwärtig, dann geht es jedenfalls für niemanden gut aus!“
-Helmut Schmidt

Quellen:
https://www.youtube.com/watch?v=r06Ow…
https://www.youtube.com/watch?v=E2NBK…
https://www.youtube.com/watch?v=BMX6x…
https://www.youtube.com/watch?v=AJpwC…
http://www.randomhouse.de/Buch/Ausser…

http://www.kenfm.de
http://www.facebook.com/KenFM.de
http://www.twitter.com/TeamKenFM
http://kenfm.de/unterstutze-kenfm

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