Die Privatisierung der neokolonialen imperialistischen Kriege

Ich möchte auch eine Kurzmeldung der Webseite „The International Reporter“ vor einigen Tagen aufmerksam machen.

http://theinternationalreporter.org/2015/12/10/cia-private-armies-15-blackwater-mercs-including-commander-killed-in-yemen-since-tuesday/

Demnach wurde der mexikanische Einsatzleiter der Söldnerfirma „Academi“ bei Gefechten mit Einheiten der Houthi Ansarullah im Jemen zusammen mit 15 anderen Söldnern getötet. Unter diesen Toten waren australische, britische und französische Ausbilder, sowie ein halbes Dutzend kolumbianischer Söldner. Die Söldner kämpften auf der Seite der saudi-arabischen Invasoren des Jemen.

Blackwater_Worldwide_USA.svg
„Academi“ ist ein anderer, schon fast rührend harmlos zu nennender Name für die berüchtigte Söldnerfimra „Blackwater“, die schon im Irak fürchterliche Massaker an der Zivilbevölkerung anrichtete.

Zu dem Thema siehe auch:

https://de.wikipedia.org/wiki/Academi

oder

Der Zweck der saudischen Invasion ist die Wiedereinsetzung des geflüchteten jemenitischen Präsidenten Abd Rabbuh Mansur Hadi, einer direkten Marionette Saudi-Arabien und der USA. Die strikt us-feindliche Houthi-Bewegung, unterstützt von der regulären jemenitischen Armee leistet der Invasion erbitterten Widerstand.

Bemerkenswert ist diese Meldung insofern, als sie wieder ein Schlaglicht auf die steigende Bedeutung von Söldnerfirmen in den imperialistischen Kriegen der USA wirft. Direkte Militärinvasionen am Boden erscheinen den Kommandostäben im Pentagon wohl politisch zu risikoreich. Schon im Irak war die Kopfzahl der „privaten“ und insofern illegalen „Privat“-Söldner größer als die Anzahl der regulären Besatzungstruppen (USA, Großbritannien usw.), man sprach von einer „Schattenarmee“, deren Angehörige manchmal zum Spaß in den Straßen auf Fahrzeuge und Zivilisten schossen (was u.a. den Aufstand von Falludschah 2004 auslöste).

2011 spielten nach meinen recherchen internationale private Söldnertruppen eine zentrale Rolle bei der Aufstellung sogenannter „islamischer Milizen“, die vordergründig Gaddafi stürzten.
Ich vermute auch bei den sogenannten „syrischen Rebellen“ zahlreiche internationale Söldnerfirmen diskret am Werk.

Für Jemen ist es angesichts dieser Kurzmeldung als bewiesen anzusehen.

Die Neoliberalisierung der imperialistischen Kriege ist offenbar in vollem Gang. Billigsöldner der Art, wie sie etwa im Jemen eingesetzt werden, sind letztlich billiger als reguläre Berufs- und Zeitsoldaten, da es kaum eine Verpflichtung zur Versorgung von Kriegsinvaliden und deren Angehörigen gibt.

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