„Dekonstruktion“ der weitgehend verblödeten „linken Szene“ in Deutschland

Ich bin fassungslos, einen solch klugen Artikel ausgerechnet im Neuen Deutschland vorzufinden:
Donnerwetter!
http://www.neues-deutschland.de/…/1005408.wie-zertreten…


-> „Der Gegenvorschlag zum Primat des »Dekonstruierens« und »Delegitimierens« (und sowieso zum großen »demokratischen« und »humanistischen« Aufstand der Anständigen) ist Klassenpolitik“

Genau!

-> „Die radikale Linke muss einen Zugang zu Alltagskämpfen finden, in Betrieben, Stadtteilen und diversen anpolitisierten kulturellen Milieus. Erst dort, in einer gemeinsamen Praxis, in der Menschen die Nützlichkeit solidarischer Selbstorganisation erfahren, macht das Reden über das, was wir uns im »Dekonstruieren« und »Delegitimieren« an theoretischer Position erarbeitet haben, Sinn.“

Genau!
Ich versuchte genau das anhand des japanischen Begriffs „Danketsu“ zu erläutern, dessen deutsche Übersetzung angesichts der bankrotten „radikalen Linken“ banal hier klingt „Solidarität“.
Für meine japanischen Freunde handelt es sich um eine praktische Methode des Vorgehens, nicht um einen „abgegriffenen Begriff“, der eine „Erzählung von gestern“ ist wie hierzulande.

-> „Die Einsicht, dass eine gemeinsame Praxis mehr antifaschistische Credit-Points bringt, als jeder mit erhobenem Zeigefinger ins Internet geschossene Mahnruf, die Menschheit möge sich doch bitte besinnen, sollte eigentlich vom anarchistischen bis ins kommunistische Spektrum schon von Tradition wegen vorhanden sein. Irgendwo scheinen wir sie vergessen zu haben. Geblieben ist in vielen Teilen der Linken eine Isolation, in der man jeden Kontakt mit denen meidet, die man nicht schon zur eigenen Peer-Group zählt.“

-> exakt!

Die verabsolutierte „politische“ Methode des „Dekonstruierens“, womit man vollmundig meint, Begriffe zu „zerschlagen“ ist im übrigen ein Ergebnis der in der „linken Szene“ vorherrschenden (reaktionären) Modephilosophie des „Poststrukturalismus“.
Der Artikel bringt es folgendermaßen auf den Punkt und zitiert zuerst so eine typische poststrukturalistische Nonsensformel:


-> “ »Als antivölkische Bewegung müssen wir den Volksbegriff zerschlagen!« Der Begriff ist das Zentrale, nicht, was real vor sich geht. Das erledigt sich dann mit, hat man erst den Kampf im Feld der Ideen, Twitter-Feeds und Doktorarbeiten gewonnen.“


Genau so nehme ich diese verblödete „linke Szene“ seit Jahren wahr.

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