Proletariat und revolutionäre Partei

Das Proletariat in Deutschland bildet dort 70-80% der Bevölkerung. Also wären es 35-40% der Bevölkerung, deren Vertrauen eine revolutionäre Partei gewinnen müsste. Ich glaube, dass das möglich ist.
Aber diese Betrachtung sollte klar machen, worum es geht. Das Proletariat ist segmentiert in viele Schichten, Sektoren, Subkulturen, Szenen usw. Eine revolutionäre Partei muss in der Lage sein, all diese vielen Mosaikstückchen dieser potentiell mächtigen Klasse anzusprechen und mit ihnen produktiv zu kommunizieren. Ich kann das nicht oft genug sagen. Auch Esoteriker, UFO-Gläubige, Ken Jebsen – Gucker, Verschwörungsforscher, Christen, Buddisten, Hippies, Fußballfans, SPD- und CDU-Wähler, Rapper, Discogänger, Volksmusik-Liebhaber und was es sonst noch an „Subkulturen“ gibt, gehören zum Proletariat.
Eine revolutionäre Arbeiterpartei braucht vor allem kommunikative Kompetenz, all diese zahllosen Sektoren anzusprechen und dahingehend zu einen: „Welche Leidenschaften und Marotten ihr auch immer habt, laßt uns zusammenstehen, um den kapitalistischen Wahnsinn zu beenden und die gesamte Breite der öffentlichen Daseinsvorsorge in öffentliche Hand zu nehmen, wobei ihr alle eure Vorgesetzten selbst wählen sollt. Wär das eine Perspektive?“

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