Alles ganz harmlos…. US – Armee bildet ganz offiziell islamistische Terroristen aus

Es handelt sich nicht um eine sensationelle Meldung, die aktuelle von Reuters.

Die Überschrift lautet: USA setzen 400 Soldaten zur Ausbildung syrischer Rebellen ein.

Im ersten Satz lautet es dann:

Die USA kommandieren 400 Soldaten zur Ausbildung von syrischen Rebellen im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) ab.
Noch sei unklar, wo die Truppen stationiert werden sollten, sagte ein Militärsprecher…..

http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEKBN0KP0S220150116

Die Meldung ist vom Freitag, 16. Januar 2015, 09:57 Uhr

Nun, neu ist diese Nachricht wirklich nicht.

Ich erinnere nur mal nebenbei an folgende Meldungen:

Der US-Geheimdienst CIA und Eliteeinheiten trainieren in Jordanien mehr als 5.000 Kämpfer der Freien Syrischen Armee. Das seit dem vergangenen Jahr laufende Programm sei zuletzt erheblich ausgeweitet worden, sagten jordanische Militärs.

Aha. Und bedeutsam wird hinzugefügt:

Anfangs hätten die Ausbilder den Rebellen nur beigebracht, wie chemische Waffen entdeckt und gesichert werden.

Fast ulkig ausgedrückt, nicht wahr? Schließlich liegen überall in der syrischen Wüste chemische Waffen herum, wie Kartoffeln, die nur ausgebuddelt werden müssen, um sie dann zu – ähm – „sichern“.

Mit dem Programm wolle die US-Regierung erreichen, dass die Rebellen Pufferzonen entlang der jordanisch-syrischen Grenze verteidigen, sagte ein jordanischer Armeeangehöriger.

Klar doch, „syrische Rebellen“ haben gewiss nichts anderes zu tun als die jordanische Grenze gegen Syrien zu „verteidigen“.

Dafür habe das US-Verteidigungsministerium in der vergangenen Woche rund 2.000 zusätzliche Berater und Ausbilder nach Jordanien geschickt. …. Unterdessen stationieren die USA 700 Soldaten in Jordanien. US-Präsident Obama sagte, er komme damit einer Bitte der jordanischen Regierung nach. Die Soldaten blieben so lange, bis sich die Sicherheitslage so verbessere, dass sie nicht mehr benötigt würden.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-06/syrien-jordanien-rebellen-ausbildung

Das war also am .

Oder lesen Sie mal folgende Meldung aus dem letzten Jahr (2014):

http://www.fr-online.de/terrorgruppe-islamischer-staat/kampf-gegen-is-usa-und-tuerkei-trainieren-syrische-kaempfer,28501302,29143272.html

Darin heißt es:

Syrische Rebellen werden bald Training von US-amerikanischen und türkischen Militäreinheiten erhalten….

Bald, bald. Weil das ja was ganz neues gewesen wäre. Und nicht schon seit Jahren so wäre, wie hier offenbar wird:

Türkische und amerikanische Streitkräfte wollen 2000 gemäßigte syrische Rebellen in der Türkei trainieren, um sie für den Kampf gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) zu stärken.

„Gemäßigte“ Rebellen. Und sie sollen trainiert werden nicht etwa für den Kampf gegen den „neuen Hitler“ Assad, nein gegen die „Extremisten-Miliz“ Islamischer Staat sollen sie zum Einsatz kommen. Explizit:

Insgesamt sollen im Rahmen der US-Militäraktion 5000 syrische Rebellen in diversen Ländern ausgebildet werden, um gegen die IS-Miliz zu vorzugehen.

Um gegen die IS-Miliz vorzugehen…. Soso.

Von der an diesen Aktivitäten unstrittig maßgeblich beteiligten Terrororganisation CIA sollte kundigen Zeitgenossen zumindest die Doktrin der „glaubhaften Abstreitbarkeit“ bekannt sein. Diese Doktrin ist auch nicht neu, sondern geradezu Prinzip dieser Organisation, deren einziger Zweck eben die Durchführung „verdeckter Aktionen“ ist.

Noch 2012 las sich die ganze Sache so:

Unterstützung für die Regimegegner: Angeblich sollen mehrere Staaten die Rebellen über einen geheimen Stützpunkt mit Waffen versorgen. Besonders stark soll die Türkei involviert sein.

Mit bedeutungsvollem Zusatz:

Ein Grund für die Zurückhaltung der USA und der westlichen Verbündeten bei der Aufrüstung der Oppositionellen ist die Furcht, High-Tech-Waffen könnten in die Hände radikaler Islamisten fallen.

http://www.welt.de/politik/ausland/article108402580/Heimliche-Waffenlieferungen-an-syrische-Rebellen.html

So sieht also die Anwendung der Doktrin der „glaubhaften Abstreitbarkeit“ konkret aus. Geradezu simpel. Man bildet „syrische Rebellen“, die „gemäßigt“ sein sollen, in allen nur denkbaren Terrormethoden und Kriegstechniken aus und äußert gleichzeitig die „Befürchtung“, dass das Mordinstrumentarium „in die Hände radikaler Islamisten fallen“ „könnte.

Nein, so was aber auch. Und was, wenn das dann auch passiert? Na, dann wird „Besorgnis“ zum Ausdruck gebracht, ist doch klar, oder?

Hier noch eine durchaus enthüllende Meldung von 2012:

Offen militärisch in Syrien einzugreifen, kommt derzeit für kein Land in Frage. Selbst wenn die Regierungen den Rückhalt ihrer Bevölkerung hätten und der Einsatz juristisch von den UN gedeckt würde – die Angst vor einem Flächenbrand ist berechtigt riesig. Jetzt, da der Konflikt nicht mehr nur Opposition und Regierung in Syrien betrifft, sondern sich zu einem ethnisch-religiösen entwickelt hat, dessen Bruchlinien über die Landesgrenzen hinausweisen, wie Markus Kaim sagt, Leiter der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin.

„Ein militärisches Eingreifen der internationalen Gemeinschaft ist damit sehr viel schwieriger geworden. Es wäre nachvollziehbar, wenn der Westen statt auf einen offenen militärischen Einsatz nun stärker und ausschließlich auf verdeckte Aktionen setzen würde“, sagt Kaim. Hinweise, dass das Ausland – nicht nur das Westliche – nun heimlich die Rebellen stützt, häufen sich. Die Rede ist erstens von Training für die Rebellen, zweitens von aktuellen Informationen und drittens von Waffen und anderer Ausrüstung und viertens von geheimen Kommandoaktionen.

„Verdeckte Aktionen“. Aha. Verdeckte Aktionen haben den Vorteil, dass man dann immer diejenigen, die selbige aufdecken und entlarven wollen oder sogar können, als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnen kann, so wie es die Methode der Lügenpresse (ha, welch ein schönes Wort), aber auch der dithfurtistischen Dumpfbacken-Pseudo-Linken ist.
Dem noch dumpfbackigeren Teil der Bevölkerung wird dann erzählt, dass die „Islamisierung des Abendlandes“ drohe und die etablierten Politiker erheben sich dann über das ganze und mahnen, dass man nicht „den gesamten Islam“ für den „islamistischen Terror“ verantwortlich machen könne.
So funktioniert also das ganze.
Oder brauchen Sie noch einen „missing link“? Sind Sie Dumpfbacke oder können Sie denken und schlußfolgern (man verzeihe mir diese kleine provokative Frage)?
Wie wäre es denn damit:
FSA-Rebellen laufen immer öfter zum Islamischen Staat über. Die Gründe dafür sind unterschiedlicher Natur….
Der britische „Guardian“ berichtet unter Berufung auf Interviews mit diversen Kämpfern in Syrien, dass sich immer mehr FSA-Milizionäre dem IS anschließen. Begründet wird dies mit…
Keine leichtere Übung als irgendetwas zu begründen, oder? Machen Sie mit! Denken Sie sich schöne Begründungen aus!  Die besten werden prämiert und abgedruckt.
Die Mainstream-Presse*) hält sich diesbezüglich gerne an die von den Nachrichtenagenturen diktierte Trennung in „gute und böse Assad-Gegner“.
*) = Lügenpresse. Ja, ich weiß, ich übertreibe hier etwas, weil faustdicke Lügen sind es diesbezüglich ja nicht, vielmehr „Beschönigungen“, Geflunker und Vertuschungen.
Aber genau diese Methoden gilt es zu beleuchten. Die Wahrheit scheint stets durch den ausgegossenen Zuckerguß hindurch.
Eine durchaus erhellende Analyse:

Doch mit wem soll der Westen zusammenarbeiten, wer sind die viel zitierten „moderaten Rebellen“?

Interessante Frage.

Die Suche nach Partnern in Syrien ist aus drei Gründen schwierig. Erstens ist die bewaffnete Opposition im Land extrem fragmentiert und wechselnde Allianzen erschweren die Zuordnung einzelner Brigaden. Zweitens ist der Widerstand gegen das Assad-Regime nach drei Jahren verzweifeltem Überlebenskampf insgesamt islamisiert, auch weil er überwiegend von Saudi-Arabien, Qatar und der Türkei finanziert wurde. Und drittens sind genau diese drei Staaten die Hauptverbündeten der USA in der Region. Da sie aber unterschiedliche Vorstellungen von einem zukünftigen Syrien haben, herrscht Uneinigkeit darüber, welche Gruppen sie unterstützen sollen.

Sagen wir mal so: alle Staaten der „westlichen Wertegemeinschaft“, inklusive Katar, Türkei und Saudi-Arabien, mischen beim Terrorgeschäft mit.

Tatsächlich sind Syriens Rebellen ideologisch durchaus beeinflussbar. Je nachdem, wer ihnen gegenübersitzt (ein westlicher Geheimdienstmann oder ein Entsandter des saudischen Königs) erklären sie wahlweise, sie wollten Demokratie und Freiheit für alle, oder sie strebten einen sunnitischen Gottesstaat an. Entsprechend flexibel sind die Syrer auch im täglichen Überlebenskampf.

Wobei der Unterschied zwischen einem „westlichen Geheimdienstmann“ und einem „Entsandten des saudischen Königs“ nicht als sehr groß gewertet werden kann, da das saudische Terror-Regime ohne die Patronage der USA wahrscheinlich keinen Monat existenzfähig wäre.

Wer bei der FSA nicht mal eine Kalaschnikow bekommt, geht lieber zu den Islamisten von Ahrar Al-Sham, die deutlich besser ausgestattet sind. Muss ein junger Mann gar seine Großfamilie durchbringen, wird er schnell zum Islamischen Staat überlaufen, der einen ordentlichen Sold bezahlt. Trotzdem ist er nicht über Nacht zum überzeugten Dschihadisten geworden. Es gibt also ein großes Potenzial an freiwilligen syrischen Kämpfern, die der Westen mit finanziellen Anreizen für sich gewinnen kann.

http://de.qantara.de/inhalt/buergerkrieg-in-syrien-syriens-rebellen-moderat-islamistisch-dschihadistisch

Hochinteressant. Der „Islamische Staat“ zahlt also einen „ordentlichen Sold“. Keine „Terror-Miliz“ also, sondern – das scheint durch alle Meldungen hindurch – eine gut organisierte Söldnerarmee. Dass „der Westen“ versuchen solle, „freiwillige syrische Kämpfer“ mit „finanziellen Anreizen“ „für sich zu gewinnen“ ist ja wohl mehr als Witz gemeint. Der „Islamische Staat“ nutzt der „westlichen Wertegemeinschaft“ doch viel mehr als diese lumpige FSA (Freie Syrische Armee), die ohnehin nur die Büroadresse für Waffenlieferungen und Geldüberweisungen an den „Islamischen Staat“ ist.

Als „Zwischenstufen“ zwischen der „moderaten“ FSA und dem „radikal-islamistischen“ Islamischen Staat stehen da eine ganze Menge „Organisationen“ zur Verfügung, die da wären (auch aus dem eben zitierten Link):

„Das islamische Mittelfeld führt die Islamische Front (IF) an, das mächtigste Rebellenbündnis in Syrien…“

„…die Nusra-Front, der offizielle Al-Qaida-Ableger in Syrien…“

„…sowie diverse ausländische Gruppen. Sie bestehen aus nicht-syrischen Dschihadisten, die auf ihrem Weg zum globalen Kalifat nur Zwischenstation in Syrien machen“

Letztere darf man getrost als verdeckte ausländische Interventionstruppen vor allem aus Saudi-Arabien, Katar und der Türkei ansehen.

Höchst erhellend folgende Sätze:

Bislang arbeiten die Amerikaner überwiegend mit der FSA zusammen

Überwiegend.

Inzwischen soll die CIA 12 bis 14 Milizen im Norden und etwa 60 kleinere Gruppen im Süden des Landes finanzieren, aber können die USA den Kampf gegen IS allein mit der FSA gewinnen?

Als ob es den USA darum ginge, den IS zu bekämpfen. Aber ist doch schön formuliert, nicht wahr?

Muss der Westen nicht überlegen, die mächtigsten Brigaden des Landes, von denen viele der Islamischen Front angehören, miteinzubeziehen? Das bringt uns zu Problem Nummer zwei, der Islamisierung des Aufstandes.

Na, die Islamisierung des Aufstandes kann ja wohl nicht das Problem sein. Es handelt sich nur um ein publizistisches. Wie verkauft man die fast schon offene Unterstützung islamistischer Terroristen der dumm gehaltenen Bevölkerung der europäischen Staaten? Und islamistische Terroristen können ja durchaus nützlich sein, wenn es etwa darum geht, den Schulterschluß zwischen den korrupten politischen „Eliten“ und der Bevölkerung herzustellen nach der Devise:

Wir sind alle Charlie!

Welt, du willst betrogen werden.

Den Islamischen Staat direkt mit Waffen, Personal und Geld auszustatten ist also gar nicht nötig. Es genügt, den „moderaten“ „islamistischen“ „Rebellen“ das alles in Mund und Hintern zu stopfen. Da unter all diesen Banden anscheinend nur IS einen „ordentlichen Sold“ zahlt (wie auch immer zu verstehen), erledigt sich alles weitere von ganz allein. Und natürlich kann die „westliche Wertegemeinschaft“ so „glaubhaft“ „abstreiten“, islamistische Terroristen zu finanzieren und auszubilden.

Nun, wir wissen immer noch nicht, ob der Anschlag auf Charlie Hebdo nun ein False-Flag-Attentat war, oder ob doch ein paar durchgeknallte Islamisten genau so funktionierten, wie sie funktionieren sollten.

Aber ist die Antwort auf diese Frage wirklich noch so wichtig?

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letzter Nachtrag:

Ach neee. Ach was! Nicht zu glauben (Ironie off)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkischer-geheimdienst-soll-waffen-an-al-qaida-geliefert-haben-a-1013499.html

 

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